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Letztes Balkan-Land mit LGTBI*-Parade
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LGBTI*-Marsch in Bosnien Letztes Balkan-Land mit LGTBI*-Parade

co - 10.09.2019 - 14:00 Uhr

Tausende Bosnier marschierten am vergangenen Samstag Hand in Hand durch die bosnische Hauptstadt. Die meisten offiziellen Vertreter Bosniens weigerten sich, den Marsch zu unterstützen. Teilgenommen haben allerdings Sarajevos Premierminister Edin Forto und der schwule US-Botschafter Eric Nelson.

Homosexualität wurde in Bosnien und Herzegovina zwar 1998 entkriminalisiert, aber eine Pride gab es trotz Bemühungen der Veranstalter bislang nicht. Die Beamten vergaben bei früheren Versuchen keine Genehmigung, da sie bei einer solchen Veranstaltung Gewalttaten seitens LGBTI*-feindlicher Gruppen befürchteten. Laut dem News-Portal Balkan Insight gab es solche Angriffe auf LGBTI*-Events 2008 und 2014.

Auch dieses Jahr wollten die Beamten die Parade erneut wegen Sicherheitsbedenken verschieben, doch die bosnischen Aktivisten blieben standhaft – gut so, denn entgegen der Befürchtungen verlief der Marsch friedlich. Nach zwei Stunden endete er vor der Ewigen Flamme, die an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Im Hintergrund spannte sich ein echter Regenbogen über das Firmament.

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