Direkt zum Inhalt

LGBTI*-feindliches Gesetz Politiker warnt vor Missbilligung aus dem Ausland

Von co - 28.07.2021 - 12:00 Uhr
Politiker warnt vor Missbilligung aus dem Ausland
Foto: © facebook.com_OfficialKofiakpaloo
ANZEIGE
Loading audio player...

In Ghana soll ein neues LGBTI*-feindliches Gesetz erlassen werden. Aus diesem Anlass warnte Kofi Akpaloo, der Gründer der Liberalen Partei Ghanas, jetzt: „Lasst uns vorsichtig sein und aufpassen, dass wir keine intensive Hass-Kampagne gegen Homosexuelle ins Leben rufen.“ Das Gesetz sei voller Hass und geradezu prädestiniert dazu, Ghana internationale Verachtung einzubringen. Man könne auch ohne Hass für Gesetz und „Kultur“ eintreten: „Man muss nicht für Homosexuelle sein, um deren Situation zu verstehen“, so Akpaloo laut Modern Ghana. „Man muss nur menschlich sein.“ 

Das angesprochene Gesetz wird von Ministerpräsident Sam George für die Region Ningo-Prampram und sieben anderen Parlamentariern unterstützt. Wird es so verabschiedet, wie es momentan formuliert ist, sieht das Gesetz zur Förderung angemessener menschlicher Sexualrechte und ghanischer Familienwerte 2021 für Verurteilte eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren vor.

Wer gleichgeschlechtlichen Sex hat, wird demnach zu einer Geldstrafe von zwischen 750 und 5000 Strafeinheiten und/oder zu einer Haftstrafe von mindestens drei und höchstens fünf Jahren verurteilt. Das soll für alle Personen gelten, „die eine lesbische, schwule, transgender, transsexuelle, queere, pansexuelle, verbündete, nicht-binäre oder andere sexuelle oder Gender-Identität haben, die von den binären Kategorien männlich und weiblich abweicht“. In den sozialen Medien erfuhr das Gesetz scharfe Kritik aus der Bevölkerung.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Asylbetrug in Ceuta?

70 Prozent nennen Homosexualität

Asylbetrug in Ceuta? Rund 70 Prozent der marokkanischen Migranten vor Ort berufen sich bei Asylanträgen auf ihre vermeintliche Homosexualität.
Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.