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Anklam-Trapp wird neue Queer-Beauftragte in Rheinland-Pfalz
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Landesaktionsplan im Fokus Rheinland-Pfalz: Kathrin Anklam-Trapp wird Queer-Beauftragte

mr - 25.06.2026 - 18:30 Uhr
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Die Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp übernimmt ab sofort das Amt der Landesbeauftragten für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität in Rheinland-Pfalz. Mit ihrer Ernennung durch den Ministerrat folgt die SPD-Politikerin auf Janosch Littig von den Grünen. Die Position gilt als zentrale Anlaufstelle für queere Menschen und Organisationen im Land und soll insbesondere den Landesaktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“ weiter vorantreiben.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die 58-jährige Anklam-Trapp wurde am 26. Juni 2026 offiziell zur Landesbeauftragten berufen.
  • Rheinland-Pfalz richtete dieses Amt als erstes Bundesland bereits im Jahr 2016 ein.
  • Die Beauftragte steuert Maßnahmen der Landesregierung zu queeren Lebensweisen und leitet den Runden Tisch im Landesaktionsplan.
  • Anklam-Trapp ist seit Jahren in der Landespolitik aktiv, zuletzt als Vizepräsidentin des Landtags.

 

Auftrag und Bedeutung der Rolle

Das Amt der Landesbeauftragten in Mainz ist einzigartig in Deutschland: Keine andere Bundesbehörde verfügt bislang über eine so deutlich institutionalisierte Interessenvertretung für LGBTIQ+-Menschen. Anklam-Trapp übernimmt dabei die Verantwortung, die politischen Leitlinien für den Schutz und die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt konsequent umzusetzen. Sie wird künftig als wichtigste Ansprechpartnerin für queere Initiativen, Selbstvertretungsorganisationen und Landesbehörden in Rheinland-Pfalz fungieren. Sozial- und Familienministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hob hervor, dass Anklam-Trapp über langjährige politische Erfahrung und ein breites Netzwerk verfügt.

 

Kathrin Anklam-Trapp: Erfahrung und Ziele

Anklam-Trapp engagierte sich bereits seit ihrem Einzug in den Landtag 2006 besonders für Gesundheitspolitik und soziale Gleichstellung. Von 2023 bis 2026 war sie Vizepräsidentin des Landtags. In ihrer Antrittserklärung betonte sie, dass „Akzeptanz und Vielfalt Grundpfeiler eines respektvollen und demokratischen Zusammenlebens“ seien.

„Gemeinsam mit den Selbstvertretungsorganisationen und den zahlreichen engagierten Akteurinnen und Akteuren im Land möchte ich dazu beitragen, dass LSBTIN-Menschen in Rheinland-Pfalz sicher, sichtbar und selbstverständlich leben können“, so Anklam-Trapp.

 

Hintergrund: Landesaktionsplan und bisherige Schritte

Seit 2016 bündelt der Landesaktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“ Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit, Sicherheit und Gleichstellung queerer Menschen. Die Landesbeauftragte sorgt für die Koordination und Weiterentwicklung dieser Programme und ist entscheidend an der Kommunikation mit Schulen, Behörden und Zivilgesellschaft beteiligt. Der aktuelle Schritt knüpft damit an einen landesweiten Trend zu mehr gesetzlichem Diskriminierungsschutz an: Im Januar trat in Rheinland-Pfalz ein neues Antidiskriminierungsgesetz in Kraft, das LGBTIQ+-Rechte explizit stärkt.

 

Nächste Schritte und Perspektiven

Mit dem Wechsel an der Spitze erhält die queerpolitische Arbeit in Rheinland-Pfalz neue Impulse. In den kommenden Monaten stehen die Fortschreibung des Landesaktionsplans, die Evaluation bestehender Maßnahmen und die Stärkung der Beratungs- und Unterstützungsangebote auf dem Programm. Die Landesregierung sieht in der Rolle von Anklam-Trapp eine Schlüsselfunktion, um nah an den Bedarfen queerer Menschen zu arbeiten und bundesweit Maßstäbe zu setzen. Ob durch die verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen und Einrichtungen weitere strukturelle Verbesserungen für LGBTIQ+-Menschen erreicht werden können, bleibt ein zentrales Ziel.

 

Wichtige Fragen zum Thema

Wie lange besteht das Amt der Landesbeauftragten bereits?
Rheinland-Pfalz führte das Amt als erstes Bundesland im Jahr 2016 ein.

Welche Aufgaben übernimmt die Beauftragte konkret?
Sie koordiniert queerpolitische Maßnahmen, leitet den Runden Tisch und ist Ansprechperson für queere Menschen sowie Fachstellen.

Was ist der Landesaktionsplan „Unterm Regenbogen“?
Der Plan bündelt Programme zur Förderung von Akzeptanz, Prävention von Diskriminierung und Unterstützung queerer Menschen im gesamten Bundesland.

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