Direkt zum Inhalt
Kritik an Queer-Politik
ANZEIGE

Kritik an Queer-Politik Linke Vogler übt Kritik an der Bundesregierung in puncto sozialer Gerechtigkeit

ms - 08.05.2023 - 16:10 Uhr
Loading audio player...

Die queer-politische Sprecherin der Linken, Kathrin Vogler, übt jetzt Kritik an der aktuellen LGBTI*-Politik der Ampel-Koalition. Bereits bei der Vorstellung der ersten konkreten Pläne zum angedachten Selbstbestimmungsgesetz hatte Vogler erklärt, dass die Bundesregierung in einigen Aspekten nicht weit genug denken würde, nun konkretisierte die Linken-Politikerin ihre generellen Streitpunkte und erklärte: "Queer muss auch sozial sein. Deshalb fordern wir eine regelmäßig wiederholte Studie zur Lebenslage queerer Menschen, die insbesondere deren soziale Situation berücksichtigt. Auch finanziell benachteiligte Menschen sollen an gesellschaftlichen Fortschritten teilhaben können.“

Studie soll langfristig sozial schwache LGBTI* im Blick haben

Vogler ist dabei besonders wichtig, dass regelmäßig auch ins Blickfeld genommen wird, wie es sozial schwächeren LGBTI*-Menschen in der Bundesrepublik geht, die bis heute oftmals Mehrfach-Diskriminierungen ausgesetzt sind und im Alltag immer wieder auch übergangen oder zurückgewiesen werden – sei es bei Bewerbungen oder bei der Wohnungssuche beispielsweise. „Eine solche Studie wäre die Grundlage für Veränderungen und Neujustierungen der queer-politischen Maßnahmen der Bundespolitik und würde zugleich dem Gesetzgeber wichtige Hinweise zur Zielführung solcher Maßnahmen und zu weitergehenden gesetzgeberischen Initiativen geben.“

Einiges sei nicht plausibel, so Vogler

Ähnliche Kritik übte Vogler zuletzt auch beim geplanten Selbstbestimmungsgesetz und erklärte, dass es auch hier Einschränkungen ganz unterschiedlicher Art geben würde. „Einiges erscheint mir nicht plausibel und im Sinne der Betroffenen geregelt. Erschreckend ist, dass nun in einem Gesetz bereits ein eventueller Kriegsfall mitgedacht wird und vorsorglich Grundrechte verwehrt werden sollen.“

Ihr Kollege Jan Korte, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Linken, bezeichnete das grundsätzliche Vorhaben zwar als „Meilenstein in der Rechtsgeschichte“ der Bundesrepublik, stellte dann aber auch fest: „Die medizinische Versorgung und die soziale Lage von queeren Menschen bleiben weiter unbefriedigend – hier liegen keine Gesetzesinitiativen der Bundesregierung vor.“ Beide Politiker befürchten so, dass in mehreren neuen LGBTI*-Gesetzen gerade sozial schwache Homosexuelle und queere Menschen nicht ausreichend einbezogen werden könnten.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Happy Birthday Ralf König

Comic-Ikone feiert Schnapszahl

Mit seinen Comics prägte Ralf König über Jahrzehnte das Selbstverständnis schwuler Männer – jetzt wird der Meister 66 Jahre jung. Wir gratulieren!
Musikwelt in Trauer

Madonna-Produzent ist tot

William Orbit ist tot. Die Musikwelt verliert einen der einflussreichsten Produzenten, unter anderem von Madonna, Britney Spears und Pink.
Gute Ausreden im Sommer

Hitzefrei im Regenbogenland

Wenn die Temperaturen steigen, wird das Nachtleben kreativ – vor allem bei der Frage, warum heute wirklich niemand auf die Tanzfläche muss.
Schwule Badehäuser in New York

Comeback nach 40 Jahren Verbot

Die Stadt New York prüft nach 40 Jahren Verbot die Rückkehr von schwulen Badehäusern – ein Abschied von Regeln aus der frühen AIDS-Krise.
Tödliche Dating-Masche

Mord in Niederösterreich

Ein 29-jähriger schwuler Mann wurde in Niederösterreich in eine Dating-Falle gelockt und zu Tode geprügelt. Tatverdächtig ist ein 18-Jähriger.
Streit um gleiche Elternrechte

120.000 Unterschriften gesammelt

Eine Petition des LSVD+ fordert gleiche rechtliche Absicherung für alle Kinder – inzwischen haben rund 120.000 Menschen unterschrieben.
LSVD+ und HateAid

Neues Bündnis gegen Hass

QueerSafe Berlin und HateAid bündeln ihre Angebote, um queere Menschen bei digitaler Gewalt schneller und umfassender zu unterstützen.
Feuerwehrkapitänin getötet

Ehefrau legt Mordgeständnis ab

Eine 54-jährige Frau hat jetzt in Kalifornien den Mord an ihrer Ehefrau Rebecca Marodi gestanden. Ermittler sehen Eifersucht als mögliches Motiv.
Streit im Tennissport

Debatte um neue Gen-Tests

Der Streit über den Ausschluss von trans* Sportlerinnen im Frauentennis geht weiter, jetzt äußerte sich Coco Gauff zu den Geschlechtstests der WTA.