Kritik an Alabama Konservative nutzen Kinder als „politische Footballs“
Der schwule Demokrat Neil Rafferty kritisiert das neue trans*-feindliche Gesetz seines Staates Alabama (SB 184) scharf: Konservative nutzten das mangelnde Verständnis der Öffentlichkeit darüber, was es heißt, trans* zu sein, aus, um „grauenhafte“ Gesetze zu erlassen, und machten Kinder so zu „politischen Footballs“.
LGBTI* als Sündenbock
Am 8. April unterzeichnete Gouverneurin Kay Ivey das Gesetz, das medizinische Hilfe für trans* Jugendliche zu einer Straftat erklärt (SCHWULISSIMO berichtete). Das habe Rafferty laut PinkNews persönlich sehr berührt, weil auch er als Kind „anders“ war – etwas, das viele einfach nicht verstünden. Er habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen in der US-Politik immer versuchten, „jemandem die Schuld für Probleme zu geben“. Zurzeit seien das vor allem trans* Personen.
Fehlendes Verständnis
Die Kombination aus „Wahlkampfpolitik“, „Rechtsextremismus“ und der republikanischen Partei habe irgendwie eine unaufhaltsame „Flutwelle“ erzeugt. Dass die Konservativen ihre Kulturkriege auf dem Rücken der Kinder austragen, hält Rafferty für besonders „verwerflich“. Eine Person, die den Gesetzesentwurf unterstützte, habe ihm gegenüber zugegeben, zuvor weder mit einer trans* Person, noch mit Eltern von trans* Jugendlichen gesprochen zu haben. Stattdessen habe die Person versucht, das Trans*-sein als „Mode-Erscheinung“ aus New York und Kalifornien darzustellen. Rafferty kann verstehen, wenn Eltern von LGBTI*-Kindern Alabama verlassen, weil sie keine Zeit haben, darauf zu warten, dass diese Gesetze wieder abgeschafft werden.