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Kirche wirbt für schwule Marke Schwuler Ex-Mormone freut sich über überraschenden PR-Clou

Von ms - 14.07.2026 - 16:45 Uhr
Kirche wirbt für schwule Marke
Foto: Instagram / church.ofmartin
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Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat unbeabsichtigt eine Modemarke beworben, die sich gezielt an schwule und ehemalige Mormonen richtet. Online sorgt der Fauxpas für viel Heiterkeit. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat versehentlich für eine schwule Modemarke geworben.
  • Hinter „Church of Martin“ stehen schwule Mormonen, die ihre Erfahrungen mit Religion und Identität verbinden.
  • Die Veröffentlichung eines Interviews mit Designer Pono Skousen auf den offiziellen Kanälen der Kirche sorgte für unterschiedliche Reaktionen.
  • Skousen betont, die Marke habe keine anti-mormonische Botschaft, sondern solle schwulen und queeren Menschen einen positiven Umgang mit ihrer Vergangenheit ermöglichen.

Versehentliche Werbung 

Die Kirche veröffentlichte auf ihren offiziellen Instagram- und Facebook-Konten ein Foto sowie ein Interview mit dem in New York lebenden Designer Pono Skousen. Dabei war offenbar nicht bekannt, dass eines seiner wichtigsten Projekte die Marke „Church of Martin“ ist, die sich ausdrücklich an schwule Mormonen und ehemalige Mitglieder der Kirche richtet. Skousen erklärte gegenüber der US-Presse, die Situation sei „eigentlich eine lustige zeitliche Abfolge“ gewesen: „Das Interview wurde mehr als ein Jahr vor seiner Veröffentlichung aufgezeichnet … Church of Martin existierte damals noch gar nicht. Wir haben die Marke Monate später gestartet, während das Interview noch in der Produktion war.“

Marke zwischen Religion und Gay-Identität

„Church of Martin“ wurde von Skousen und dem ebenfalls schwulen Mormonen Charles Robertson gegründet. Die Marke beschreibt sich selbst als „die Marke, die mit gleichgeschlechtlicher Anziehung kämpft“. Die Kollektionen greifen religiöse und homosexuelle Themen auf. Dazu gehören unter anderem ein T-Shirt mit zwei sich küssenden Frauen und der Aufschrift „Love One Another“ („Liebt einander“) sowie ein Kapuzenpullover mit dem Schriftzug „Gay Scouts of America“. Die Gründer erklären, die Marke stehe dafür, „die eigene Vergangenheit zurückzuerobern – nicht mit Verbitterung, sondern mit Freude“.

Unterschiedliche Reaktionen von Mitgliedern

Die Veröffentlichung der Kirche löste unter Mitgliedern verschiedene Reaktionen aus. Ein Nutzer kommentierte kritisch: „Bitte hört einfach auf. Bitte verhaltet euch heilig.“ Andere Mitglieder reagierten unterstützend. Ein Kommentator schrieb: „Ich verstehe nicht, warum Menschen Hasskommentare hinterlassen, wenn wir einfach alle Mitglieder der Kirche feiern könnten, die ein Teil von ihr sein wollen.“ Skousen erklärte, die gemischten Reaktionen seien für ihn nicht überraschend. 

„Als schwuler und mormonischer Mensch aufgewachsen zu sein, bedeutet, dass ich mit Kritik von beiden Seiten ziemlich vertraut bin.“ Er fügte hinzu, er sei „nicht daran interessiert, ein Symbol für irgendeine Seite eines Kulturkampfes zu werden“ und beschrieb „Church of Martin“ als „eine alberne schwule Modemarke“ und nicht als eine Aktion mit einer anti-mormonischen Botschaft. „Wir hoffen, dass LGBTIQ+-Menschen wissen, dass sie nicht jeden Teil ihrer Herkunft ablehnen müssen, um anzunehmen, wer sie sind“, so Skousen abschließend. 

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