Kindesmissbrauch im Fußball Ermittlungen gegen Ex-Jugendtrainer des 1. FC Köln
Die Staatsanwaltschaft München hat Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs gegen einen ehemaligen Jugendtrainer des 1. FC Köln aufgenommen. Der Verdacht richtet sich gegen den 43-jährigen Benjamin G. im Zusammenhang mit einem Vorfall aus dem Jahr 2009, bei dem es um sexualisierte Gewalt gegen einen zehnjährigen Jungen gehen soll.
Fahnder suchen nach weiteren Fällen
Laut der Staatsanwaltschaft wird dem ehemaligen Trainer vorgeworfen, einen Jungen, das 2009 mit mehreren Freunden aus Bayern kommend den Trainer in Köln besuchte, sexuell missbraucht zu haben. Der Beschuldigte befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Ein weiterer Vorwurf betrifft einen zweiten Vorfall im Münchener Umland, auch hier war der Mann als Trainer bei einem Fußballverein tätig, auch hier könnte es im Jahr 2014 zu sexuellen Übergriffen gegenüber einem Kind gekommen sein. Die Ermittler prüfen nach Informationen der Bild-Zeitung mögliche weitere Fälle, die Rede ist von einem möglichen Missbrauchs-Netz. Laut Bild soll die Polizei 70 Briefe an mögliche weitere Betroffene und Opfer sowie an frühere Arbeitgeber von Benjamin G. verschickt haben, um mögliche weitere Taten aufdecken zu können.
Kein Verdacht bei 1. FC Köln
Ein Sprecher des 1. FC Köln teilte mit, dass der Verein zu keinem Zeitpunkt Verdacht gegen den damaligen Trainer gehegt habe. „Die Vorwürfe, die nun im Raum stehen, waren dem 1. FC Köln bis zum Eingang der behördlichen Mitteilung vollkommen unbekannt“, erklärte der Verein in einer schriftlichen Stellungnahme. Der 1. FC Köln bestätigte, von der Staatsanwaltschaft in München um Unterstützung bei den Ermittlungen gebeten worden zu sein und sagte seine volle Kooperation zu. In einer Mitteilung betonte der Verein außerdem, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen für den Klub höchste Priorität habe.