Direkt zum Inhalt
Hartmut Ebbing: Ex-FDP-Abgeordneter vor Gericht

Kinderporno-Urteil 2025 Hartmut Ebbing: Ex-FDP-Abgeordneter vor Gericht

mr - 10.02.2026 - 14:30 Uhr
Loading audio player...

Ein ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages steht im Mittelpunkt schwerwiegender Missbrauchsvorwürfe: Hartmut Ebbing, ehemaliger FDP-Abgeordneter aus Berlin, sieht sich Anklagen wegen des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs eines siebenjährigen Jungen gegenüber. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft Ebbing vor, im September 2021 gemeinsam mit einer 51-jährigen Lehrerin aus Goslar deren Sohn missbraucht zu haben. Für beide Beschuldigten gilt aktuell die Unschuldsvermutung.

 

Details zu den Anklagen

Ebbing, ehemals als Schatzmeister der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Bundestagsabgeordneter aktiv, wurde bereits im vergangenen Jahr vom Amtsgericht Tiergarten wegen Besitzes und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Die neuen Vorwürfe betreffen Ereignisse, die sich kurz nach seinem Kennenlernen der betroffenen Mutter über ein Online-Datingportal zugetragen haben sollen. Die Anklagepunkte umfassen sowohl sexuellen Kindesmissbrauch als auch die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. Der bevorstehende Prozess am Landgericht Braunschweig ist ab dem 10. März angesetzt.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft distanzierte sich deutlich von den Vorgängen und sprach von „abscheulichen und menschenverachtenden Taten“. Noch vor Bekanntwerden der Details legte Ebbing alle Ehrenämter nieder und trat auch aus der FDP aus. Die Partei bemerkte, sie habe den sofortigen Austritt eingefordert, nachdem die Vorwürfe bekannt waren. Öffentliche Stimmen betonen immer wieder die Relevanz des Grundsatzes der Unschuldsvermutung, gerade bei so schwerwiegenden Anschuldigungen.

 

Kinderschutz und Politik

Jüngste Zahlen zeigen, dass 2023 laut polizeilicher Kriminalstatistik in Deutschland über 17.000 Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern registriert wurden. Der Druck auf Politik und Justiz, konsequent und transparent zu agieren, wächst stetig. Besonders heikel erscheint der Sachverhalt, wenn gesellschaftliche Vertrauenspersonen oder Mandatsträger*innen betroffen sind. In den vergangenen Jahren sorgten mehrere ähnlich gelagerte Fälle für intensive gesellschaftliche Debatten über Prävention, Aufdeckung und Schutzmaßnahmen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Karriere stark geschädigt

Queere Beschäftigte benachteiligt

Ein bisexueller Wertpapierhändler aus Texas klagt gegen seinen früheren Arbeitgeber JPMorgan und erhebt Vorwürfe wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz.
Iran wirft ihnen Verrat vor

Sportlerinnen schweigen bei Hymne

Beim Asien-Cup im Frauenfußball in Australien sorgten die Spielerinnen aus dem Iran mit einer mutigen Geste für internationales Aufsehen.
Prozess gegen Ex-FDP-Politiker

Zusammen 7-Jährigen missbraucht?

Prozessauftakt gegen den ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Hartmut Ebbing und eine Lehrerin wegen sexuellem Missbrauch eines Siebenjährigen.
Sex mit einer KI

Mehrheit hat Lust auf Experimente

Sex mit einer KI? Eine neue Studie zeigt auf: Für 55 Prozent der Menschen ist das reizvoll, insbesondere beim Ausleben von Sex-Wünschen und Fetischen.
Mordfall Billy London

Neue Dokumentation über Horrortat

Der schwule Adultstar Billy London wurde 1990 im Alter von 25 Jahren grausam ermordet, ein Cold Case für viele Jahre. Eine neue Doku zeigt nun Details
Lachnummer Donald Trump

Goldstatue vor dem US-Kapitol

Eine Goldstatue im Park vor dem US-Kapitol zeigt derzeit US-Präsident Donald Trump in einer homoerotischen Szene mit Verbrecher Jeffrey Epstein.
Trump droht mit Stillstand

Streit um Wählerregistrierung

US-Präsident Trump verbindet Gesetze zur besseren Wählerregistrierung mit neuen Anti-Trans-Gesetzen und fordert "Vollgas" bei der Umsetzung.
Zweite Pride-Klage ausgesetzt

Pécs Pride-Organisator vor Gericht

Nach Budapest wurde nun auch das Verfahren gegen den Pécs Pride-Organisator ausgesetzt. Die Richter hinterfragen die Rechtmäßigkeit des Pride-Verbots.