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Erste LGBTI*-freie Zone in Ungarn
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Keine „Propaganda“ Erste LGBTI*-freie Zone in Ungarn

co - 13.01.2021 - 15:00 Uhr
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Die ungarische Kleinstadt Nagykáta liegt etwa fünfzig Kilometer östlich von Budapest. Anfang November erklärte sie sich zur „LGBTI*-freien Zone“: Ab dann war es dort untersagt, „LGBTI*-Propaganda“ zu verbreiten und zu fördern. Die Entscheidung fiel laut News 1 nach der Kontroverse um das inklusive Kinderbuch „Ein Märchenland für alle“ („Meseország Mindenkié“) von Boldizsár Nagy (SCHWULISSIMO berichtete).

Ákos Szabó von der rechts-nationalen Unabhängigen Partei der Kleinwirte war einer der Politiker, die das Verbot vorschlugen. In einem Facebook-Beitrag schrieb er laut Il Grande Colibri: „Wir wollen, dass unsere Kinder mit traditionellen Märchen wie ‚Schneewittchen‘ aufwachsen, die sich in einen Prinzen und nicht in eine Prinzessin verliebt. Das Verbreitungsverbot von Büchern in Schulen und Bibliotheken dieser Stadt ist notwendig für die natürliche und geistige Entwicklung von Kindern.“ Wer dagegen sei, der schlage sich auf die Seite der Homosexuellen und ihrer „Propaganda“. Zur LGBTI*-Community zu gehören sei eine „liberale Ideologie“, die man sich bewusst aussuche.

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