Direkt zum Inhalt
Homophobe Werbung
ANZEIGE

Homophobe Werbung Die Regierung in Italien will Diskriminierung erlauben

ms - 09.10.2025 - 16:00 Uhr
Loading audio player...

Wird in Italien ein bestehendes Verbot von sexistischer und homophober Werbung wieder aufgehoben? Die regierende Partei Fratelli d'Italia unter Führung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat nun einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt, der für massive Kontroversen sorgt. 

Kein Schutz vor Diskriminierung 

Die Senatoren Lucio Malan und Salvo Pogliese haben den betreffenden Änderungsantrag zum Wettbewerbsgesetzentwurf eingereicht, um das 2021 unter der Regierung Draghi eingeführte Verbot der Anbringung sexistischer, homophober oder diskriminierender Plakate oder Werbebotschaften auf Straßen, Fahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln aufzuheben. Ziel des Gesetzes war es damals explizit, keine beleidigenden Geschlechterstereotypen zuzulassen oder die Würde von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer religiösen Überzeugungen oder aufgrund ihrer körperlichen sowie psychischen Verfassung zu verletzen. 

Für die Fratelli d'Italia handelt es dabei jedoch nun offenbar um eine „Zensur, die auf vagen und willkürlichen Definitionen basiert”. Man wolle die „Liberalisierung der Werbeinhalte“, um auch für „alle Meinungsäußerungen volle Meinungsfreiheit“ zu gewährleisten. Der Gesetzentwurf wird in den nächsten Wochen im Senat behandelt und könnte bei Beschluss dann zeitnah in Kraft treten. 

Neue Attacken auf LGBTIQ+

Das dürfte dann auch explizit erneut die LGBTIQ+-Community treffen – so gab es vor dem damaligen Gesetzentwurf in ganz Italien immer wieder sogenannte „Pro Vita“-Plakate, auf denen Schwule und Lesben sowie homosexuelle Eltern ganz offen als illegal beschimpft worden waren. Ins Leben gerufen worden war die Aktion von der namensgleichen ultra-katholischen Vereinigung in Italien. 

Für die politische Opposition im Land ist das neue Gesetzesvorhaben das völlig falsche Zeichen. Raffaella Paita von der Partei Italia Viva erklärte: „Es ist entmutigend und schwerwiegend, eine zivilisierte Umgangsform abschaffen zu wollen, in einer Zeit, in der soziale Medien Bilder verbreiten, die Frauen verletzen und zu Waren degradieren.“ Ähnlich sehen das auch die Senatoren der PD Cecilia D’Elia, Filippo Sensi und Valeria Valente: „Dieses Verbot dient dem Schutz aller, nicht nur der Frauen. Es aufzuheben bedeutet, Hassreden im öffentlichen Raum zu normalisieren.“ Und die Senatorinnen Sabrina Licheri und Dolores Bevilacqua von der Fünf-Sterne-Bewegung bekräftigen: „Wir werden uns mit allen Mitteln gegen diesen Rückschlag der Partei von Meloni wehren!“ 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Dritte Festnahme von Drake Von

Pornostar wird abermals inhaftiert

Adultdarsteller Drake Von ist jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr festgenommen worden. Gegen ihn laufen inzwischen mehrere Strafverfahren.
Haft wegen Regenbogen-Shirt

Russland verschärft Repressionen

Ein russischer Kommunalwahlkandidat muss wegen eines Regenbogen-T-Shirts zehn Tage in Haft und darf nicht mehr kandidieren.
KI-Brillen sorgen für Kritik

Warnung vor Überwachungsrisiko

KI-Brillen von Meta könnten laut Kritikern neue Formen staatlicher Überwachung ermöglichen und besonders Minderheiten wie LGBTIQ+ gefährden.
Rätselhafter Tod in Dublin

Leiche in Recyclinganlage entdeckt

Ein obdachloser schwuler Mann wurde tot in einer Müllanlage in Dublin gefunden. Die Polizei schließt ein mögliches Verbrechen nicht aus.
Hardcore in Österreich

Alterscheck für alle Pornoseiten

Österreich plant ab 2027 verpflichtende Alterskontrollen für Pornoseiten. Kritiker warnen vor Risiken für Datenschutz und Anonymität.
Uni-Rauswurf in Nigeria

Schwule Studenten exmatrikuliert

Eine nigerianische Universität hat jetzt zwei männliche Studenten wegen einer homosexuellen Beziehung von der Hochschule geworfen.