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Homoerotik bei Pete Hegseth Debatte um homoerotisches Männlichkeitsbild der US-Regierung

Von ms - 17.07.2026 - 14:30 Uhr
Homoerotik bei Pete Hegseth
Foto: FASH Medien Archiv KI
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Die demokratische US-Abgeordnete Becca Balint hat Verteidigungsminister Pete Hegseth wegen dessen neuer Testosteron-Initiative scharf angegriffen. Die lesbische Politikerin aus Vermont stellte dabei einen Vergleich zwischen Hegseths öffentlich gepflegtem Bild eines „harten Macho-Mannes“ und den überzeichnet männlichen Figuren des schwulen Erotik-Künstlers Tom of Finland her.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die demokratische US-Abgeordnete Becca Balint hat Verteidigungsminister Pete Hegseth wegen seiner neuen Testosteron-Initiative kritisiert.
  • Balint verglich Hegseths betont männliches Auftreten mit den hypermaskulinen Darstellungen des schwulen Künstlers Tom of Finland.
  • Hegseth hatte verpflichtende jährliche Tests auf Testosteronmangel für Militärangehörige ab 30 Jahren angekündigt.
  • Parallel dazu sind die Rezeptverschreibungen für Erektionshilfen bei US-Soldaten so hoch wie nie zuvor.

Homophobe Homoerotik?

Balint äußerte sich gegenüber Scott MacFarlane, dem Washington-Chefkorrespondenten von Meidas Touch. Direkt nach Hegseths Ankündigung, künftig verpflichtende jährliche Untersuchungen auf Testosteronmangel für Militärangehörige ab 30 Jahren einzuführen: „Ich denke, dass dies bezeichnend dafür ist, dass es in dieser Regierung so viele Menschen gibt, die seltsame, intensive homoerotische Gefühle gegenüber Männern haben und gleichzeitig unglaublich homophob sind“, sagte Balint. Zugleich kritisierte sie, Regierungsvertreter würden „Hass und Angst schüren“ gegenüber LGBTIQ+-Menschen. Die Abgeordnete stellte dabei überdies klar, dass sie Homoerotik nicht grundsätzlich kritisieren wolle. „Ich glaube nicht, dass die Homoerotik der seltsame Teil ist“, sagte sie. „Der seltsame Teil ist, dass sie so tun, als würde es darum nicht gehen.“ 

Für ihre Argumentation verwies Balint auf den finnischen Künstler Tom of Finland. „Pete Hegseth ist das Parade-Beispiel dafür, der männliche, maskuline, robuste Macho-Mann. Ich weiß allerdings nicht, ob er überhaupt weiß, wer Tom of Finland ist.“  Balint beschrieb die Arbeiten des Künstlers als schwule Pornografie und erklärte anschließend: „Pete Hegseth ist die Verkörperung davon.“ Tom of Finland war das Künstlerpseudonym von Touko Laaksonen. Seine erotischen Zeichnungen muskulöser, stark überzeichneter Männer in Uniformen, Lederkleidung und Arbeitskleidung wurden seit den 1950er Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der schwulen Kultur. Seine Werke stellten damals traditionelle Darstellungen infrage, nach denen schwule Männer häufig als schwach oder feminin gezeigt wurden.

Viel Testosteron, keine Standhaftigkeit 

Hegseth hatte zuvor ein militärweites Programm für Testosteron-Untersuchungen angekündigt und dieses in sozialen Medien als Teil eines „High-T Department of War“ beworben. Nach einer von ihm unterzeichneten Richtlinie sollen Tests auf Testosteronmangel künftig verpflichtend zu regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen für aktive Militärangehörige und Reservisten ab 30 Jahren gehören.  In dem Dokument heißt es, „gezielte Testosterontherapie optimiere direkt die Einsatzbereitschaft der Kämpfer“. Hegseth betonte jedoch, dass eine Behandlung freiwillig bleibe, betonte aber überdies, dass das Programm die Truppe „stark, widerstandsfähig und leistungsfähig“ halten soll, damit die Soldaten ihr „absolutes Bestes“ geben würden. Wie leistungsfähig und standhaft die Jungs in Uniform tatsächlich damit sind, darf zumindest bezweifelt – die Zahl der Verschreibungen von Medikamenten gegen Erektionsstörungen erreichte 2025 mit fast 110.000 Rezepten binnen eines Jahres einen neuen Höchststand. 

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