Homoerotik bei Pete Hegseth Mit seinen Missionsplänen sorgt der Kriegsminister für Lacher
US-Kriegsminister Pete Hegseth hat in der Vergangenheit schon mehrfach gezeigt, dass er kein Freund der Community ist – schwule Soldaten bezeichnete er beispielsweise als Teil einer „marxistischen Agenda“. Schwule im Militär, das hält Hegseth auch heute noch für falsch. Umso amüsanter erscheinen da nun die neusten Pläne des Ministers, die nun landesweit für viel Heiterkeit sorgen.
Wilder Reiter mit starkem Hammer
Hegseth veröffentlichte auf der Plattform X drei neue Militäreinsätze, doch anstatt Beifall und Lob, erntete er durchwegs nur schallendes Gelächter. Der Grund: Die Namen der Operationen klingen für viele User eher nach Titeln von schwulen Pornofilmen als nach ernsthaften militärischen Missionen. Die Sicherung der Navigationsfreiheit für US-Schiffe bezeichnet Hegseth so als „Operation Rough Rider“ (Operation Wilder Reiter), aus der Zerstörung iranischer Nuklearanlagen wird die „Operation Midnight Hammer“ (Operation Mitternachtshammer) und den Kampf gegen Drogenkartelle will der einstige Verteidigungsminister und heutige „Minister of War“ mit der „Operation Southern Spear“ (Operation Südlicher Speer) führen – bei letzterem war Hegseth wohl nicht bewusst, dass es auch im Süden des männlichen Körpers einen ganz besonderen „Speer“ gibt.
Eher Morgenlatte statt „Tödlichkeit“
Die Kommentare ließen folgerichtig nicht lange auf sich warten. Zahlreiche Nutzer wiesen darauf hin, dass die Begriffe mehr „homoerotische Energie“ als militärische Stärke ausstrahlten. Während sicherheitspolitische Think Tanks erklärten, die Namen sollten „Tödlichkeit“ signalisieren, schien die Online-Community vor allem eines zu erkennen: zweideutige Wortspiele. Innerhalb weniger Stunden kursierten zahllose Parodien. User schlugen alternative weitere Missionsnamen vor – darunter „Operation Husky Farmboy“ (Starker Bauernjunge), „Operation Throbbing Member“ (Pochendes Glied), „Operation Morning Wood“ (Morgenlatte) oder „Operation Downlow“ – letzteres bezeichnet umgangssprachlich einen heterosexuellen Mann, der heimlich Sex mit anderen Männern hat. Viele witzelten, Hegseth habe seine Inspiration offensichtlich in einem völlig anderen Filmgenre gefunden.
Mit Schwulen wäre das nicht passiert
Für viele in der Community ist es auch eine Art von Befreiung, sich jetzt über den Kriegsminister lustig machen zu können. Die humorvolle Reaktion der Öffentlichkeit überspielt dabei aber nicht die politischen Kontroversen um Hegseth. Seit seinem Amtsantritt unterstützt er Maßnahmen, die queere und insbesondere trans* Soldaten aus dem Militär verdrängen sollen. Er erklärte öffentlich, es werde „keine Männer mehr in Kleidern“ im Militär geben. Kritik kam zuletzt auch immer wieder an der Umbenennung des Verteidigungsministeriums zum „Department of War“ auf. Die Blamage jetzt hätte sich der US-Kriegsminister ersparen können, wenn er Schwule im Militär befürworten würde – die hätten ihm vielleicht vorab erklären können, dass die Operationsbegriffe falsch verstanden werden könnten. Operation „Out of the Closet“ sozusagen.