Direkt zum Inhalt
Homo-Ehe USA
ANZEIGE

Homo-Ehe USA Gay-Community freut sich auf die Stärkung ihrer Rechte

ms - 07.12.2022 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Der neue Vorsitzende der Demokraten im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, erklärte gestern gegenüber Journalisten, dass das Bundesgesetz zum Schutz der Homo-Ehe in den kommenden Tagen im Repräsentantenhaus verabschiedet werden soll – damit könnte Präsident Biden das Gesetzesvorhaben noch in diesem Jahr unterschreiben und in Kraft treten lassen. Biden hatte bereits angekündigt, das Bundesgesetz mit großer Freude unterschreiben zu wollen.

Siegeszug für ein Bundesgesetz

Anfangs war dem Bundesgesetz keine großen Chancen beigemessen worden, weil vor den US-Kongresswahlen im November die benötigten Stimmen seitens der Republikaner im Senat zur Verabschiedung des Gesetzesvorhabens fehlten. Nach der Wahl drängten die Demokraten zur Eile, bevor sich im Repräsentantenhaus zugunsten der Republikaner im Januar 2023 die Mehrheitsverhältnisse ändern werden. Um das Bundesgesetz doch noch umsetzen zu können, arbeiteten Demokraten und einige Republikaner einen Kompromissvorschlag aus, der daraufhin auch die erforderliche Mehrheit im US-Senat bekam. Nun muss das Gesetz samt den Änderungen final im Repräsentantenhaus verabschiedet werden.

Landesweiter Schutz für Homo-Paare in Aussicht

Das Bundesgesetz soll gleichgeschlechtliche Ehen bundesweit gesetzlich anerkennen, selbst wenn wie angekündigt die konservativen Richter am Obersten Gerichtshof eine frühere Grundsatzentscheidung für das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehe wieder zurücknehmen würden. Ohne dem neuen Bundesgesetz wäre es ansonsten den Bundesstaaten erneut selbst überlassen, wie sie in puncto Homo-Ehe verfahren wollen, zudem würde ein früheres Gesetz erneut greifen, dass gleichgeschlechtliche Ehen als illegal definiert. Mit dem neuen Bundesgesetz für die Homo-Ehe würde nicht nur das alte homophobe Gesetz gestrichen, sondern auch alle Bundesstaaten dazu verpflichtet werden, gleichgeschlechtliche Ehen auch dann anzuerkennen, wenn eine solche Eheschließung im jeweiligen Bundesstaat nicht möglich ist.

Als Kompromiss vereinbarten die Demokraten mit den Republikanern allerdings, dass Dienstleistungsanbieter und Unternehmen nicht gezwungen werden dürfen, ihre Dienstleistungen auch für homosexuelle Menschen bereitzustellen, wenn dies ihrer Religion widerspricht – als Beispiel wird dabei immer wieder auch der Fall eines Bäckers genannt, der sich weigerte, für ein schwules Paar eine Hochzeitstorte zu backen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Happy Birthday Ralf König

Comic-Ikone feiert Schnapszahl

Mit seinen Comics prägte Ralf König über Jahrzehnte das Selbstverständnis schwuler Männer – jetzt wird der Meister 66 Jahre jung. Wir gratulieren!
Musikwelt in Trauer

Madonna-Produzent ist tot

William Orbit ist tot. Die Musikwelt verliert einen der einflussreichsten Produzenten, unter anderem von Madonna, Britney Spears und Pink.
Gute Ausreden im Sommer

Hitzefrei im Regenbogenland

Wenn die Temperaturen steigen, wird das Nachtleben kreativ – vor allem bei der Frage, warum heute wirklich niemand auf die Tanzfläche muss.
Schwule Badehäuser in New York

Comeback nach 40 Jahren Verbot

Die Stadt New York prüft nach 40 Jahren Verbot die Rückkehr von schwulen Badehäusern – ein Abschied von Regeln aus der frühen AIDS-Krise.
Tödliche Dating-Masche

Mord in Niederösterreich

Ein 29-jähriger schwuler Mann wurde in Niederösterreich in eine Dating-Falle gelockt und zu Tode geprügelt. Tatverdächtig ist ein 18-Jähriger.
Streit um gleiche Elternrechte

120.000 Unterschriften gesammelt

Eine Petition des LSVD+ fordert gleiche rechtliche Absicherung für alle Kinder – inzwischen haben rund 120.000 Menschen unterschrieben.
LSVD+ und HateAid

Neues Bündnis gegen Hass

QueerSafe Berlin und HateAid bündeln ihre Angebote, um queere Menschen bei digitaler Gewalt schneller und umfassender zu unterstützen.
Feuerwehrkapitänin getötet

Ehefrau legt Mordgeständnis ab

Eine 54-jährige Frau hat jetzt in Kalifornien den Mord an ihrer Ehefrau Rebecca Marodi gestanden. Ermittler sehen Eifersucht als mögliches Motiv.
Streit im Tennissport

Debatte um neue Gen-Tests

Der Streit über den Ausschluss von trans* Sportlerinnen im Frauentennis geht weiter, jetzt äußerte sich Coco Gauff zu den Geschlechtstests der WTA.