Genetische Wahrsagerei Petition gegen irreführende Genetik-App
Die Firma GenePlaza aus Brüssel brachte kürzlich eine App auf den Markt, welche die sexuellen Präferenzen ihrer Nutzer anhand einer DNA-Analyse vorhersagen will. Dabei beruft die App sich laut NRC Handelsblad auf eine umstrittene Studie, die im Sommer im Science-Magazin erschien.
Eine Erbgut-Analyse kann man ganz einfach online vornehmen lassen, zum Beispiel über die Google-Tochter 23andMe. GenePlaza verlangt 5,50 Euro, um mit der App „122 Shades of Gray“ anhand der Resultate dieser Genom-Analyse herauszufinden, wie „homo“ man ist. Doch die App basiert auf völlig falschen Annahmen: Laut Abdel Abdellaoui, der besagte Studie mitverfasste, sei diese so gar nicht anwendbar. Abdellaoui sagte Bruzz, man habe die Firma darum gebeten, irreführende Informationen zu entfernen – und die App am besten gleich mit. Das Unternehmen fügte jedoch lediglich ein Disclaimer hinzu.
LGBTI*-Aktivisten befürchten, dass die fehlerhafte App dazu genutzt werden könnte, um Menschen zu verurteilen. Daher startete Joseph Vitti von der Harvard Universität eine Petition gegen die App.