Direkt zum Inhalt
Trans-Indonesierin lebendig verbrannt
Rubrik

Gang-Kriminalität Trans-Indonesierin lebendig verbrannt

co - 09.04.2020 - 11:59 Uhr

Die 42- jährige Trans-Frau Mira wurde in der indonesischen Hauptstadt Jakarta bei lebendigem Leib verbrannt. Ihre Freundin Yuni von der Trans-Organisation Yayasan Srikandi Sejati erklärte der Jakarta Post: Einige Gang-Mitglieder hatten Mira beschuldigt, Handy und Brieftasche eines LKW-Fahrers gestohlen zu haben. Dieser hatte sein Fahrzeug zuvor nahe ihres Hauses geparkt. Die Gang arbeitet als Security für die in dieser Gegend geparkten Lieferfahrzeuge.

Orin, ein weiterer Freund des Opfers, wurde Zeuge der Tat: Am Samstagmorgen hätten die Gang-Mitglieder Miras Haus durchsucht. Nachdem sie weder Handy noch Brieftasche bei ihr fanden, verprügelten sie sie und schütteten etwa zwei Liter Benzin über ihr aus. Einer der Täter habe Mira gedroht: „Wirst du gestehen? Wenn nicht, werde ich dich verbrennen.“ Darauf ließ ein anderes Gang-Mitglied ein brennendes Feuerzeug fallen.

Die Polizei sucht noch nach den Tätern. Mira verstarb am Sonntagmittag im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Ihr Nachbar Hikmah beglich die Kosten für ihren Krankenhausaufenthalt, ihre Autopsie und ihre Beerdigung.

Auch Interessant

Kneipen-Öffnung nicht genug

Barbesitzer fordern Rettungskonzept

Ab heute dürfen Bars und Kneipen wieder öffnen – ohne weitere Maßnahmen könnten mit den aktuellen Auflagen trotzdem viele Etablissements pleite gehen.
Aktion gegen Rassismus

Grindr ohne rassistischen Filter

„Wir werden nicht schweigen“, verkündete die schwule Dating-App Grindr. Man stelle sich solidarisch auf die Seite der #BlackLivesMatter-Bewegung.
Sichtbarkeit im Straßenverkehr

Queere Ampelpärchen in Hannover

Seit dem Pfingst-Wochenende gibt es mehr Liebe auf Hannovers Straßen: Homo- und heterosexuelle Ampelpärchen stehen hier für Vielfalt und Offenheit.
Unbequem bis zum Ende

Larry Kramer starb mit 84 Jahren

Autor und Aktivist Larry Kramer war einer der ersten, die die Aids-Krise ernst nahmen und sich engagierten. Jetzt verstarb er im Alter von 84 Jahren.
Inter* und Wettbewerbssport

Inklusion im Berliner Fußball

In vielen Mannschaftssportarten sind inter- und transgeschlechtliche Personen nicht willkommen – ganz anders im Berliner Fußball.
Studie über Akzeptanz

Repräsentation stärkt Toleranz

LGBTI*-Personen in Werbe-Einblendungen, Fernsehserien und Filmen führen zu mehr Akzeptanz – das belegt nun eine neue Umfrage von GLAAD und P & G.
Neues Adoptionsgesetz

Neue Hürden für lesbische Paare

Das Gesetz soll unverheirateten Paaren mit Kindern aus einer vorherigen Partnerschaft helfen. Für verheiratete lesbische Paare wird es aber schwerer.
Die neue Ausgabe ist da

SCHWULISSIMO im Juni

Wuhuu! Die neue Ausgabe von SCHWULISSIMO ist da! Damit ist der Juni gerettet. Wir informieren Euch über die CSD-Saison und vielen weiteren Themen.
Versorgungslücke

Keine queere Selbsthilfegruppe

Um ihre an Brustkrebs erkrankte Partnerin nicht mit ihren eigenen Ängsten zu belasten, suchte eine Kölnerin nach einer Selbsthilfegruppe – vergebens.