Direkt zum Inhalt
Freizügige Bilder im Wahlkampf
ANZEIGE

Freizügige Bilder im Wahlkampf Zwischenwahlen mit sexy Leder-Look?

ms - 15.09.2026 - 15:30 Uhr
Loading audio player...

Alte Fotos aus der BDSM-Szene sorgen im US-Wahlkampf derzeit für ungewöhnliche Schlagzeilen. Der offen schwule Kongresskandidat Chris Gallant hat bestätigt, dass er früher für den Fetischladen Mr. S Leather in San Francisco als Model vor der Kamera stand. Die Aufnahmen verbreiten sich inzwischen viral in den sozialen Netzwerken.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der offen schwule Kongresskandidat Chris Gallant arbeitete früher als Model für den Fetischladen Mr. S Leather in San Francisco.
  • Fotos aus dieser Zeit zeigen Gallant unter anderem mit Lederhalsband und Leder-Harness.
  • Gallant bestätigte, dass die Aufnahmen echt sind und bei einem privaten, einvernehmlichen Shooting mit seinem damaligen Partner entstanden.
  • Gallant tritt 2026 gegen den republikanischen Abgeordneten Nick LaLota an und will den Demokraten helfen, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückzugewinnen.
  • Seine Anwältin Sara Azari betont, die Bilder hätten keinen Einfluss auf seine Qualifikation oder seine Eignung für ein politisches Amt.
  • Gallant war unter anderem Black-Hawk-Pilot, Armeeveteran, Mitglied der Nationalgarde, Fluglotse, Gewerkschaftsführer und freiwilliger Feuerwehrmann.
  • Nachdem die Fotos öffentlich wurden, verbreiteten sie sich rasant in sozialen Netzwerken. Viele Nutzer reagierten eher begeistert als empört.

Sexy Fotoshooting 

Gallant ist 37 Jahre alt und tritt 2026 gegen den republikanischen Abgeordneten Nick LaLota aus New York an. Mit seiner Kandidatur will er nicht nur LaLota aus dem Amt drängen, sondern zugleich dazu beitragen, dass die Demokratische Partei die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus zurückerobert. Nach einem Bericht der New York Post arbeitete Gallant früher für Mr. S Leather, San Franciscos ältesten noch betriebenen Fetischladen. Das Geschäft verkauft unter anderem Leder-Harnesse, Knebel, Sexspielzeug und Jockstraps. Gallant bestreitet die Echtheit der veröffentlichten Aufnahmen nicht. Seine Anwältin Sara Azari erklärte gegenüber der New York Post: „Die Fotografien sind authentisch und wurden während eines privaten, einvernehmlichen Fotoshootings mit Chris und seinem damaligen Partner aufgenommen, mit dem er zu diesem Zeitpunkt seit vier Jahren in einer festen Beziehung war.“

Politische Laufbahn im Hintergrund

Die Zeitung stellt Gallants Vergangenheit in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung. Erst vergleichsweise spät in dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass der Politiker zugleich Black-Hawk-Pilot, Armeeveteran, Mitglied der Nationalgarde, ehemaliger Fluglotse, Gewerkschaftsführer und freiwilliger Feuerwehrmann ist. Auf den veröffentlichten Fotos ist Gallant in weißen Boxershorts zu sehen. Auf einer Aufnahme trägt er ein Lederhalsband, auf einer anderen einen Leder-Harness. Nach Angaben seiner Anwältin war Gallant mit dem Besitzer von Mr. S Leather befreundet. Die Bilder seien „als etwas Unterhaltsames und Persönliches gedacht“ gewesen. Gleichzeitig habe es das Einverständnis gegeben, die Aufnahmen für den Verkauf von Produkten zu verwenden. Der schwule Fetischladen respektierte seine Bitte. 

Nacktaufnahmen beim Sex?

Die Post berichtet außerdem, sie habe Fotos von Gallant aus dem Jahr 2007 bei einem schwulen Festival auf Fire Island gefunden. Darauf soll er unter anderem Masken und Augenbinden getragen haben. Die Zeitung schreibt zudem, die Bilder hätten ihn „in Hardcore-Pornoposen, darunter vollständig nackt und beim Sex mit einem anderen Mann“ gezeigt. Ob das Tatsachen oder nur Behauptungen sind, ist derzeit unklar. Die Zeitung verweist allerdings darauf, dass auf den Bildern eine Hautveränderung an Gallants linker Schläfe und eine „charakteristische Form des Ohrläppchens“ zu erkennen seien. Eine Gesichtserkennungssoftware habe Gallant den Bildern zugeordnet. Seine Anwältin weist die politische Bedeutung der Fotos zurück. Azari betonte, die Aufnahmen hätten „keinerlei Einfluss auf Chris’ bisherige Leistungen, seine Qualifikationen, sein Urteilsvermögen oder seine Fähigkeit, ein Amt auszuüben“. Gallant sei „voll und ganz seinem Wahlkampf und dem Ziel verpflichtet, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, die er vertreten möchte“.

Reaktionen überwiegend positiv

Nachdem die Geschichte öffentlich geworden war, verbreiteten sich Gallants Fotos schnell in den sozialen Netzwerken. Die Reaktionen fielen dabei allerdings weit weniger empört aus, als die Berichterstattung über die Bilder vermuten lassen könnte. Der Schuss ging für die New York Post offenbar nach hinten los. Viele Nutzer feierten die Aufnahmen vielmehr und zeigten sich ratlos darüber, warum es einem Kandidaten im Wahlkampf schaden sollte, zu zeigen, „wie unvorstellbar heiß“ er sei. Besonders in der schwulen Szene New Yorks sorgte die Geschichte für positive Reaktionen – in den sozialen Medien wurde dabei unter anderem von „Mr. Gay Ass New York“ gesprochen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Joe Locke in heikler Rolle

Trailer sorgt für großes Rätsel

Aufregung um Joe Lockes umstrittenen Film „Black Church Bay“ – darin wird die intime Beziehung zwischen einem Schüler und seinem Lehrer erzählt.
Der erste schwule US-Präsident

US-Bevölkerung ist bereit dazu

Demokrat Pete Buttigieg hält Amerika für bereit für einen schwulen Präsidenten, legt sich aber noch nicht auf eine Kandidatur 2028 fest.
Kieferbruch bei Timo Cavelius

Schwuler Judoka schwer verletzt

Der schwule deutsche Judoka Timo Cavelius erlitt nach einem Kampf einen Kieferbruch und muss Monate pausieren - ist die Olympia-Teilnahme in Gefahr?
Historisches Tennisfinale

Dank für das Coming-Out

Der schwule Tennisprofi Mika Brunold hat das Finale gegen João Lucas Reis da Silva gewinnen und dankte ihm für die Inspiration zu seinem Coming-Out.
Eklat bei UN-Atombehörde

Russischer Funktionär suspendiert

Die UN-Atombehörde IAEA hat den russischen Funktionär Mikhail Chudakov suspendiert, nachdem er ein umstrittenes homophobes Buch verbreitet hatte.
Drogen und die Community

Schockstudie aus Großbritannien

Eine neue Schock-Studie offenbart die Folgen des Drogenkonsums in Londons schwuler Community inklusive drogenbedingter Todesfälle und Überdosierungen.
Vermisster aufgefunden

Berliner Polizei gibt Entwarnung

Der seit Sonntag vermisste Tourist und Fetisch-Partygänger Gabriel Ronco Gonzales ist wohlbehalten in Berlin gefunden worden.
Todesfall Hayden Panettiere

Ermittler prüfen tödliche Pille

Neuigkeiten zum Tod von Hayden Panettiere: Ermittler vermuten eine mit Fentanyl versetzte Oxycodon-Pille als mögliche Todesursache.
Pride in Charkiw

Protest unter Polizeischutz

Rund 200 Menschen feierten den Charkiw Pride trotz Luftalarm und Sicherheitsrisiken und forderten gleiche Rechte für LGBTIQ+-Menschen in der Ukraine.