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Fettes Fettnäpfchen Schwulenfeindliche Aussage bringt Kamala Harris ins Straucheln

Von ms - 24.09.2025 - 10:00 Uhr
Fettes Fettnäpfchen
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Die ehemalige Vize-Präsidentin und demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris kommt nach einem Statement immer mehr in Erklärungsnöte. Harris erklärte in ihrem neuen Buch, sie habe den ehemaligen Verkehrsminister Pete Buttigieg nur deswegen nicht 2024 zu ihrem Vizepräsidentschaftskandidaten gemacht, weil er schwul ist. 

Zu schwul als Running Mate 

In der MSNBC-Show von Rachel Maddows stand Harris erstmals ausführlich Rede und Antwort nach dem Scheitern der Wahl 2024 und ihrem Ausscheiden aus dem Amt. Harris wollte in erster Linie Werbung für ihr neues Buch „107 Days“ machen, doch ganz so einfach machte es Maddows der Demokratin nicht. Immer wieder kam sie dabei auf Buttigieg zu sprechen, den Harris lange Zeit als „ihre erste Wahl“ für den Running Mate bezeichnet hatte. In ihrem neuen Buch erklärte sie nun, sie habe sich gegen den schwulen Mann als Kandidaten entschieden, weil sie sich als schwarze Frau mit einem jüdischen Ehemann damit zu wenig Chancen auf einen Sieg ausgerechnet habe. Die Kombination zwischen ihrer Vita und Buttigiegs Homosexualität habe sie als zu riskant im Wahlkampf gegen Donald Trump eingeschätzt. Innerhalb der LGBTIQ+-Community in den USA sorgt die Aussage derzeit für Irritationen, weil sich Harris stets als Unterstützerin von queeren Menschen in Szene gesetzt hatte.  

Ein schwuler Vizepräsident als Risiko

Die lesbische Moderatorin Maddows sagte daraufhin in der TV-Show: „Es ist schwer zu hören, wenn man bedenkt, dass Sie als erste Frau zur Vizepräsidentin gewählt wurden, dass Sie eine schwarze Frau und eine südasiatische Frau sind, die in dieses hohe Amt gewählt wurde, dass sie fast zur Präsidentin gewählt wurden und jetzt sagen, dass er nicht auf dem Ticket stehen konnte, weil er schwul war. Das ist schwer zu ertragen.“

Harris ruderte verbal zurück und betonte, so habe sie das nicht gemeint. „Es hat mich sehr traurig gemacht, aber mir wurde klar, dass es ein echtes Risiko darstellen würde, egal wie sehr ich mich mein ganzes Leben lang für die LGBT-Gemeinschaft eingesetzt und sie unterstützt habe. Es ging nicht um Vorurteile meinerseits (…) Ich halte Pete für einen phänomenalen, phänomenalen Staatsdiener, und ich glaube, dass Amerika dafür bereit ist und sein würde.“ Letztendlich entschied sich Harris für den Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, und verlor haushoch gegen Trump. Harris gestand abschließend eher kleinlaut: „Vielleicht war ich zu vorsichtig.“ 

Mehr Vertrauen in die Wähler 

Inzwischen meldete sich auch Buttigieg selbst zu Wort, er erklärte zu der Entscheidung von Harris: „Meine Erfahrung in der Politik ist, dass man das Vertrauen der Wähler vor allem dadurch gewinnt, was sie glauben, dass man für ihr Leben tun wird, und nicht durch Kategorien. In der Politik geht es um die Ergebnisse, die wir für die Menschen erzielen können, und nicht um diese anderen Dinge.“ Er verwies dabei auch auf seine Wiederwahl als Bürgermeister von South Bend, nachdem er sich als schwul geoutet hatte sowie den unerwarteten Sieg des ehemaligen Präsidenten Barack Obama in Indiana im Jahr 2008. 

Besonders pikant: Harris hatte Buttigieg nie über den Grund für die Absage aufgeklärt, erst aus dem Buch erfuhr dieser davon. Die ehemalige Vizepräsidentin war laut eigener Aussage davon ausgegangen, dass Buttigieg sich das habe schon denken können. Sowohl Harris als auch Buttigieg gelten als mögliche Kandidaten der Demokraten für die Präsidentschaftswahlen 2028. 

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