Farbenfroher Protest Nagellack für LGBTI*-Rechte in Myanmar
Im Rahmen der Yongan Pride rufen Aktivisten mit der Kampagne „Pink Pinky“ Myanmars Bevölkerung dazu auf, ihre Unterstützung für die Rechte der LGBTI*-Community zu zeigen – und zwar mit einem pink lackierten kleinen Fingernagel.
Ende letzten Jahres zog Swe Zin Htet mit ihrer Wahl zur Miss Myanmar die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich: Bereits bevor sie weiter zog zur Wahl der Miss Universe outete sie sich als lesbisch und engagierte sich für LGBTI*-Rechte in ihrem Heimatland (SCHWULISSIMO berichtete). Mutig – denn gleichgeschlechtliche Aktivitäten sind in Myanmar noch immer verboten.
Etwa zur selben Zeit deckte ein Bericht des Dänemark-Myanmar-Programms laut Gay.ch auf, wie sehr Myanmars LGBTI*-Community unter Gewalt und Verfolgung leidet und wie verbreitet Konversionstherapien im Land sind. Man forderte die Abschaffung des Verbots von Homosexualität in Paragraph 377, der noch aus der britischen Kolonialzeit stammt. Ebenso kritisierte man die Polizei: Sie solle endlich aufhören, LGBTI* bei dem bloßen Verdacht auf gleichgeschlechtlichen Verkehr festzunehmen.