Direkt zum Inhalt
Ermittlungen gegen Jurassica Parka

Ermittlung bei Jurassica Parka Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Verbreitung und Besitz von Kinderpornografie

ms - 23.10.2025 - 12:30 Uhr
Loading audio player...

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine der bekanntesten Drag-Queens der Regenbogenhauptstadt und von ganz Deutschland: Jurassica Parka (46) wird die mögliche Verbreitung und der Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen.

Wohnungsdurchsuchung und Ermittlungen 

Bereits Anfang Juli dieses Jahres durchsuchte die Berliner Polizei die Schöneberger Wohnung des Drag-Künstlers wegen des „Verdachts der Verbreitung und des Besitzes von kinderpornografischen Inhalten“, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der Berliner Zeitung bestätigte. „Hintergrund war die Meldung der US-amerikanischen Organisation NCMEC an die deutschen Behörden im Zusammenhang mit der im Internet verwendeten IP-Adresse“, so der Sprecher weiter. 

Das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) konzentriert sich weltweit auf die Fahndung nach möglichen Tätern im Themenbereich vermisster und ausgebeuteter Kinder. „Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die Durchsuchung zum Auffinden von Beweismitteln dient und sich im Laufe der Ermittlungen zeigen wird müssen, ob sich der derzeitige Tatverdacht tatsächlich bestätigt – oder nicht. Es gilt die Unschuldsvermutung“, so der Mitarbeiter der Berliner Staatsanwaltschaft weiter. 

Statement von Parka 

Jurassica Parka heißt mit bürgerlichem Namen Mario Olszinski und ist als DJ europaweit sehr gefragt. Seit rund zehn Jahren hat er als Drag-Queen auch eine eigene Talkshow-Reihe im Kreuzberger BKA-Theater und wird auch immer wieder gerne für Clubs und Events in der queeren Community gebucht. Offenbar haben in den letzten Wochen allerdings bereits mehrere Partner-Unternehmen und Community-Einrichtungen ihre Zusammenarbeit vorerst ausgesetzt.

Die Anwältin von Jurassica Parka erklärte auf Rückfrage der Berliner Zeitung, dass man sich zum laufenden Ermittlungsverfahren nicht äußern werde. Eine Anklage wurde bisher noch nicht erhoben. Via Instagram erklärte Olszinski, er habe ein paar Tage gebraucht, um sich jetzt sachlich äußern zu können. Im Video betonte er seine langjährige Suchterkrankung und erklärte weiter, dass es 2025 zu mehreren Abstürzen gekommen sei. „Ich muss sagen, dass ich zeitweise komplett die Kontrolle verloren habe“, so der Drag-Künstler weiter. Um was es genau gehe, könnten er und seine Anwältin derzeit nicht ausreichend nachvollziehen, die Ermittlungen würden voraussichtlich noch länger andauern. Weiter könne er sich im laufenden Verfahren nicht äußern. 

Des Weiteren erklärte Olszinski, er habe sich vorab einer befreundeten Drag-Queen anvertraut, die jetzt gezielt Gerüchte und Falschinformationen über ihn streuen würde. Abschließend sagte er, er habe eine Suchttherapie begonnen und werde vorerst zum Schutz seiner Partner-Unternehmen nicht auftreten. Zudem richtete er sich direkt an seine Fans: „Es wäre schön, wenn ihr mich nicht sofort vorverurteilen würdet und nicht einfach jeden Scheiß glaubt, der über mich erzählt wird.“  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Er sei besser als Donald Trump

Ex-CNN-Moderator ins Weiße Haus?

Don Lemon hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler US-Präsident zu kandidieren.
25 Jahren nicht in Deutschland

Entscheidung fällt im Oktober

Dresden steht vor der Ausrichtung des Europride 2029, Deutschland wäre nach 25 Jahren wieder Ausrichter.
Urteil gegen Jacques Tilly

102 Monate Haft für Karnevalsbauer

Ein Gericht in Moskau hat den Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Diskriminierung bei Gesundheit

RKI legt neue Studiendaten vor

Eine neue Studie des RKI zeigt auf, dass queere Menschen nach wie vor im deutschen Gesundheitsbereich besonders oft Diskriminierung erleben.
Überraschung bei US-Studie

Mehrheit für trans* Community

Die Mehrheit der US-Amerikaner unterstützt die trans* Community, offenbart nun eine neue Studie der queeren Human Rights Campaign.
Bundesweite Segnung für alle

Forderung des LSBT+ Komitees

Etwas mehr als die Hälfe der Bistümer segnet bisher homosexuelle Paare. Zu wenig, stellt jetzt das Katholische LSBT+ Komitee klar.
Brutale Attacke in Spanien

Angriff auf Miss Trans Zamora

Eine Gruppe junger Frauen hat in einem Club im Nordwesten Spaniens eine junge trans* Frau und Titelträgerin von Miss Trans Zamora zusammengeschlagen.