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Enthaltsamkeit unter Studenten

Enthaltsamkeit unter Studenten Keiner hat mehr und häufiger Sex als schwule Jungs

ms - 05.02.2026 - 15:00 Uhr
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Die jüngste Studie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) belegte erst vor wenigen Tagen wie zuvor weitere Untersuchungen in diesem Bereich von 2025 ein verändertes Sexualverhalten unter jungen Menschen. Die Mehrheit von ihnen hat erst mit 19 Jahren das erste Mal Sex, zudem generell weniger Sex und weniger One Night Stands. Eine neue Umfrage im Auftrag des Erotikportals Erobella bestätigt nun diesen grundsätzlichen Trend – rund 26 Prozent aller Studenten und Studentinnen hatten sogar noch nie Sex. Es gibt aber eine deutliche Ausnahme in der Statistik: Schwule Jungs.

Hetero-Männer sind Nachzügler

An der neuen, repräsentativen Studie in Kooperation mit der Market Research Plattform Pollfish haben 2.000 Studenten und Studentinnen von 29 Universitäten in Deutschland teilgenommen. Die BIÖG kam noch zu dem Schluss, dass rund 40 Prozent der 17- bis 19-Jährigen noch gar keinen Sex hatten. Etwas später im Studentenalter liegt dieser Prozentsatz dann insgesamt noch bei 26,2 Prozent, allerdings gibt es deutliche Unterschiede bei den Geschlechtern: Während 31,4 Prozent der Männer noch keine sexuellen Erfahrungen gemacht haben, sind es bei den Frauen nur 24,1 Prozent. Männer sind damit also tatsächlich die Nachzügler – zumindest, wenn sie heterosexuell sind. 

Schwule Studenten sind sehr sexpositiv

Mit Blick auf die sexuelle Orientierung zeigt sich nämlich ein gänzlich anderes Bild: Lesben sind mit 35,8 Prozent die größte Gruppe unter den Studenten, die noch nie Sex hatten, danach folgen heterosexuelle Männer (33,6%), bisexuelle Frauen (32,7%), bisexuelle Männer (25%) und heterosexuelle Frauen (17,7%). Am wenigsten unerfahren in puncto Sex sind schwule Jungs mit nur 17,6 Prozent – 82,4 Prozent von ihnen hatte hingegen bereits Sex. 

„Die Daten zeigen ein kontraintuitives Muster: Geschlechterrollen kehren sich je nach sexueller Orientierung nahezu vollständig um. Bei Heterosexuellen sind Männer deutlich häufiger Jungfrauen als Frauen. Bei Homosexuellen hingegen sind es die Frauen, die wesentlich öfter keine sexuellen Erfahrungen gemacht haben, während homosexuelle Männer besonders aktiv sind. Dieses Muster deutet darauf hin, dass sexuelle Aktivität weniger mit biologischem Geschlecht als vielmehr mit sozialen Dynamiken zusammenhängt“, so die Erkenntnis der Forscher. 

Häufigkeit von sexuellen Kontakten

Schwule Studenten sind dabei nicht nur in puncto Erfahrung führend, sondern auch was die Häufigkeit von sexuellen Kontakten betrifft. Im Durchschnitt haben sie mehr als sieben Mal im Monat (7,3) Sex mit einer anderen Person und sind dabei besonders sexuell aktiv (82,4%). Danach folgen mit Blick auf die Häufigkeit Lesben und heterosexuelle Frauen mit jeweils kann über sechs Kontakten sowie heterosexuelle Männer mit gut fünf Kontakten pro Monat. Schlusslicht sind Bisexuelle beider Geschlechter, wobei die bisexuellen Männer mit weniger als drei Kontakten das bittere Schlusslicht bilden. 

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