Direkt zum Inhalt

Emotionale Rede Vater spricht sich gegen Diskriminierung von Trans-Athleten aus

Von km - 16.03.2021 - 15:00 Uhr
Vater setzt sich für seine Trans-Tochter ein
Foto: © Boulware Law
ANZEIGE
Loading audio player...

Brandon Boulware, ein Anwalt und Vater von vier Kindern, sprach sich Anfang des Monats gegen einen staatlichen Antrag aus, der Trans-Athleten aus dem Frauensport verbannen würde. House Joint Resolution 53 nennt sich dieser, der Transgender-Athleten in der High School die Teilnahme am Mädchensport verbieten soll.

"Ich zwang meine Tochter, Jungenkleidung zu tragen, kurze Haarschnitte zu bekommen und in Jungen-Sportmannschaften zu spielen.“, erklärte der Vater in seiner Rede. „Warum habe ich das getan? Um mein Kind zu schützen ... und, um ehrlich zu sein, habe ich es auch getan, um mich selbst zu schützen. Ich wollte die unvermeidlichen Fragen vermeiden, warum mein Kind nicht wie ein Junge aussieht und sich verhält." Seine Denkweise begann sich zu ändern, als seine Tochter fragte, ob sie mit einigen Freunden aus der Nachbarschaft spielen dürfe, wenn sie zuerst Jungenkleidung anziehen würde.

"Meine Tochter setzte "gut sein" mit "jemand anders sein" gleich", beobachtete er. "Ich habe ihr beigebracht, zu verleugnen, wer sie ist. An diesem Tag hörten meine Frau und ich auf, den Geist unseres Kindes zum Schweigen zu bringen." 
Boulware forderte die Gesetzgeber von Missouri auf, die House Joint Resolution 53 abzulehnen, die "reale Auswirkungen auf reale Menschen haben wird. Lasst sie ihre Kindheit haben", sagte er. "Lasst sie sein, wer sie sind."

Missouri ist einer von mehr als 20 US-Bundesstaaten, die Einschränkungen in der Leichtathletik oder der Gesundheitsversorgung zur Geschlechtsangleichung für Transgender-Minderjährige vorschlagen. Letzte Woche war Mississippi der erste Staat, der ein solches Gesetz erlassen hat.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.
Regenbogen-Steine für alle

Dragqueen rettet LGBTIQ+-Symbol

Nach dem Abriss eines Regenbogen-Zebrastreifens in Miami Beach verkauft eine Dragqueen dessen Pflastersteine nun für den guten Zweck.