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Ekat um schwules Paar
Foto: Instagram / byarnoleo
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Eklat um schwules Paar Warum wurde das Influencer-Paar aus einer Therme geworfen?

ms - 16.03.2026 - 08:30 Uhr
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Ein Vorfall in der Therme „Badeparadies Schwarzwald“ sorgt derzeit für Aufsehen: Die beiden französischen LGBTIQ+-Influencer Léo und Arno werfen den Betreibern der Badeeinrichtung vor, sie aufgrund ihrer Homosexualität diskriminiert und nach einem Kuss des Paares aus der Einrichtung verwiesen zu haben. In einem Video, das sie in den sozialen Medien veröffentlichten, schildern sie die Ereignisse und sprechen von homophoben Äußerungen, die sie erlebt haben wollen. Der Betreiber der Therme widerspricht diesen Anschuldigungen entschieden.

Kein Kuss in der Therme?

Der Vorfall ereignete sich Anfang März, als Léo und Arno das 6.000 Quadratmeter große „Badeparadies Schwarzwald“ in Titisee-Neustadt besuchten. Laut ihren Angaben küssten sie sich während ihres Aufenthalts, was zu ihrem Rauswurf aus der Therme führte. Das Paar, das sich in den sozialen Medien gegen Homophobie und für die Akzeptanz schwuler Beziehungen einsetzt, war von der Reaktion der Therme sichtlich erschüttert. Unter Tränen berichteten sie, dass sie zum sofortigen Verlassen des Bades aufgefordert wurden. Im Video, das sie später auf Instagram teilten, erklärte Léo, dass er nach dem Vorfall in Tränen aufgelöst mit seiner Mutter telefoniert habe und ihr sagte: „So ist es, als Schwuler zu leben – ich durfte meinen Freund nicht einmal küssen, Mama.“

Zwei Tage nach dem Vorfall veröffentlichten Léo und Arno ein weiteres Video, in dem sie sich erneut empört über das erlebte Ereignis äußern. Sie sprechen von „tiefer Demütigung und Diskriminierung“ und betonen, dass es in der Therme ausschließlich um ihre sexuelle Orientierung gegangen sei. „Es ging darum, dass wir schwul sind“, erklärte Arno. Beide betonten, dass es sich bei ihrem Verhalten nicht um unangemessenes oder wildes Verhalten gehandelt habe, sondern dass sie „gut erzogen“ seien. „Wir sind keine Wilden“, so Léo in dem Video. Die beiden Influencer brachten ihren Frust abschließend mit einem Satz auf den sozialen Netzwerken zum Ausdruck: „Du wirst aus einem Spa geworfen, weil du schwul bist.“

Reaktion des Betreibers

Jochen Brugger, Geschäftsführer des „Badeparadies Schwarzwald“, reagierte auf die schweren Vorwürfe und stellte gegenüber der BILD-Zeitung klar, dass die Therme ein Ort sei, an dem Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder sexuellen Orientierung willkommen seien. In einer Stellungnahme erklärte er, dass die Therme eine klare Hausordnung habe, die für alle Gäste gleichermaßen gelte und dass alle Vorfälle im Einklang mit dieser Ordnung geprüft worden seien.

Brugger bestätigte den Vorfall, widersprach jedoch den Vorwürfen der Diskriminierung. Der Rauswurf der beiden Influencer sei auf wiederholte Verstöße gegen die Haus- und Badeordnung zurückzuführen und habe nichts mit deren sexueller Orientierung zu tun. Wie genau gegen die Regeln verstoßen wurde, wollte der Geschäftsführer jedoch nicht weiter ausführen. Eine Anfrage von dpa bei Léo und Arno blieb unbeantwortet. Der Vorfall in der Schwarzwald-Therme hat in den sozialen Medien und der Öffentlichkeit zu heftigen Diskussionen geführt. Ob es sich tatsächlich um Diskriminierung aufgrund der Homosexualität handelte oder ob es andere Gründe für den Rauswurf gab, bleibt allerdings weiterhin umstritten.

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