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Eklat um Miss-Wahl in den USA Homophobe Vorwürfe haben Konsequenzen

Von ms - 10.08.2026 - 10:00 Uhr
Eklat um Miss-Wahl in den USA
Foto: Miss USA
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Brittany Boltinhouse darf nicht länger den Titel Miss North Carolina USA tragen. Die Miss-USA-Organisation entzog ihr jetzt die Krone wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit „Rassismus, Homophobie und Transphobie“.

Das Wichtigste im Überblick

  • Brittany Boltinhouse ist ihren Titel als Miss North Carolina USA 2026 wieder los.
  • Die Miss-USA-Organisation begründet die Entscheidung mit „Rassismus, Homophobie und Transphobie“.
  • Boltinhouse war erst weniger als einen Monat zuvor zur Siegerin gekrönt worden.
  • Die Entscheidung fiel wenige Wochen vor dem Wettbewerb um den Titel Miss USA 2026 in Miami.
  • Miss-USA-Präsident und CEO Thom Brodeur sagte, die Entscheidung sei gemeinsam mit Boltinhouse und ihren Landesdirektoren getroffen worden.
  • Grundlage sei eine Prüfung „kürzlich bekannt gewordener Informationen“ gewesen.
  • Die Organisation machte nicht öffentlich, welches konkrete Material zu der Entscheidung geführt hatte.
  • Boltinhouse selbst betont ihren Glauben und ihre konservativen Werte.
  • Die bisherige Zweitplatzierte Myla Hadley wurde zur Miss North Carolina USA 2026 ernannt und soll Boltinhouse beim Wettbewerb vertreten.

Titelverlust nach Krönung

Die Entscheidung wurde jetzt bekannt gegeben. Boltinhouse hatte den Titel erst weniger als einen Monat zuvor gewonnen. Damit verliert sie ihre Teilnahmeberechtigung für den Wettbewerb Miss USA 2026 in Miami, der nur wenige Wochen nach der Entscheidung stattfinden soll. Der Fall sorgt in diesen Tagen landesweit für Schlagzeilen. Thom Brodeur, Präsident und CEO von Miss USA, erklärte in einer auf Instagram veröffentlichten Stellungnahme, die Entscheidung sei gemeinsam mit Boltinhouse und ihren Landesdirektoren getroffen worden. Vorausgegangen sei eine Überprüfung von „kürzlich bekannt gewordenen Informationen“. Brodeur machte deutlich, dass die Organisation nach eigenen Angaben keine diskriminierenden Äußerungen oder Verhaltensweisen akzeptiert. „Miss USA toleriert keinen Rassismus, keine Homophobie, keine Transphobie und auch keine Sprache, die irgendeinem Menschen seine Würde nimmt – ganz gleich, wer diese Person ist“, sagte Brodeur.

Die Aussage sei nicht lediglich eine für die Öffentlichkeit formulierte Regel, betonte der Miss-USA-Chef. „Das ist keine Regel, die für eine Pressemitteilung formuliert wurde, sondern die Grundlage dessen, was es bedeutet, diese Marke zu repräsentieren.“ Ein Titel sei zudem weit mehr als eine Auszeichnung. „Ein Titel ist hier kein Schmuckstück. Er ist eine Vertrauensposition, die von einer Organisation verliehen und von einer Frau angenommen wird, die sich bereit erklärt, diesen Maßstab öffentlich zu vertreten. Wenn dieser Maßstab verletzt wird, kann der Titel nicht einfach weiterbestehen, als wäre nichts geschehen.“

Entscheidung nach längerem Verhalten

Nach Angaben von Brodeur war nicht ein einzelner Vorfall ausschlaggebend für den Entzug des Titels. Vielmehr gehe es um das Verhalten über einen längeren Zeitraum. Brodeur sagte, das Ergebnis beruhe auf „einem Verhalten über einen längeren Zeitraum“ und nicht auf „einem einzigen Moment“. Boltinhouse habe außerdem eine Stellungnahme vorbereitet, die „Übernahme von Verantwortung, Rechenschaft und Entschuldigung“ enthalte. Dass eine Entschuldigung allein nicht ausreiche, machte Brodeur ebenfalls deutlich. „Auch wenn dies den entstandenen Schaden nicht rückgängig macht und auch nichts am Ergebnis ändert, ist es der Beginn des Einzigen, was Schaden jemals wiedergutmachen kann: Veränderung“, sagte er.

Brodeur erklärte zugleich, dass er grundsätzlich an die Möglichkeit persönlicher Veränderung glaube. „Ich glaube, dass Menschen sich verändern können. Ich habe meine Karriere auf der Überzeugung aufgebaut, dass junge Menschen mehr sind als das Schlimmste, was sie getan haben. Mir ist aber auch sehr bewusst, dass Veränderung keine Stellungnahme ist. Sie ist eine Bilanz. Sie entsteht über einen längeren Zeitraum, öffentlich und durch das eigene Verhalten – nicht allein durch eine Entschuldigung.“

Statement von Boltinhouse

Welche konkreten Vorfälle oder welches Material zu der Entscheidung geführt haben, ließ die Miss-USA-Organisation offen. Sie veröffentlichte keine näheren Angaben zu den Informationen, die im Rahmen der Überprüfung berücksichtigt wurden. Damit bleibt öffentlich unklar, auf welche konkreten Äußerungen oder Handlungen sich die Vorwürfe gegen Boltinhouse beziehen. In einem Interview vor laufender Kamera mit dem Carolina Journal sagte Boltinhouse, sie glaube, dass ihr der Titel wegen ihrer konservativ-christlichen Überzeugungen entzogen worden sei. Auf die Frage, ob es innerhalb der Miss-USA-Organisation Platz für Konservative gebe und ob ihre Unterstützung für Präsident Donald Trump eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben könnte, sagte Boltinhouse, sie könne wegen einer von ihr unterzeichneten Geheimhaltungsvereinbarung nicht über alle Einzelheiten sprechen. „Ich weiß es nicht. Aber ich kann nur sagen, dass ich denke und glaube, dass mir mein Titel wegen meiner Überzeugungen weggerissen wurde.“

Boltinhouse betonte, dass sie die Schönheitswettbewerbs-Organisation oder die Verantwortlichen in ihrem Bundesstaat nicht kritisieren wolle. „Ich bin nicht hier, um die Miss-USA-Organisation oder die Verantwortlichen in meinem Bundesstaat herabzusetzen ... Ich hatte eine großartige Erfahrung mit ihnen. Aber ich kann nur sagen, dass ich denke und glaube, dass mir mein Titel wegen meiner Überzeugungen weggerissen wurde.“ Auch über ihren Glauben sprach sie. „Ich bin Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Ich bin stolz auf meinen Glauben. Ich bin stolz auf meine Werte. Ich bin eine stolze konservative Frau, aber auch eine christliche Frau. Ich bin eine gottesfürchtige Frau. Ich werde meinen Glauben niemals aufgeben“, fügte sie hinzu. Myla Hadley, die bei der Wahl den zweiten Platz hinter Boltinhouse belegt hatte, wurde jetzt zur Miss North Carolina USA 2026 ernannt. Hadley wird damit Boltinhouse auch beim Wettbewerb um den Titel Miss USA 2026 vertreten.

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