Direkt zum Inhalt
Die lügende KI
ANZEIGE

Die lügende KI Jede dritte Antwort von Chatbots ist falsch

ms - 27.10.2025 - 16:00 Uhr
Loading audio player...

Die Künstliche Intelligenz lügt – nicht ab und an, sondern oft. Mehr als jede dritte Antwort von bekannten KI-Chatbots ist gelogen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Dabei erfinden die Systeme durchaus auf den ersten Blick plausibel angebliche Fakten und Quellenangaben. Das Ergebnis bleibt indes gleich: Die KI sorgt für mehr Fake News online anstatt für sachliche Information. Ein besonderes Problem für marginalisierte Gruppen wie die LGBTIQ+-Community. 

40 Prozent ist erfunden 

Aktuell nutzen rund 800 Millionen Menschen Woche für Woche allein ChatGPT, auch in Deutschland. Dazu kommen User von Claude, Gemini oder Perplexity – vielerorts wird die Google-Suche bereits komplett durch solche KI-Programme ersetzt. Das Vertrauen darin sei aber besonders riskant: Die EBU hat die Zuverlässigkeit der Systeme getestet, rund 40 Prozent aller Antworten sind erfunden. Keine der getesteten KIs schnitt fehlerfrei ab. „Die Systeme klingen überzeugend, auch wenn sie immer wieder vollkommen falsche Dinge behaupten. Das macht sie für ungeübte Nutzer besonders gefährlich, weil die Fehler oft nicht sofort erkennbar sind“, so Wirtschaftswissenschaftler Peter Posch von der Technischen Universität Dortmund gegenüber der Tagesschau. 

Experten bezeichnen das Phänomen als „Halluzination“ einer KI – besonders oft geschehe dies, wenn mehrere Informationen verbunden werden müssten oder auch bei aktuellen Ereignissen. Vor allem in den sozialen Medien verbreiten sich diese Lügen derzeit besonders schnell – jener Ort also, wo besonders gerne auch Fake News über die Community verbreitet werden.

Unwissenheit der Nutzer 

Das Kernproblem dabei: Viele Nutzer wissen nicht, dass eine KI lügt oder überhaupt lügen kann. So werden übermittelte Antworten ohne Hinterfragen als wahr eingestuft. Warum eine KI lügt, liegt nach Aussagen der Fachleute an der Technik selbst: Chatbots „verstehen“ nicht, was sie sagen, sondern setzen Texte nach Algorithmen, statistischen Mustern und Wahrscheinlichkeiten zusammen. Die EBU pocht daher darauf, Chatbots niemals blind zu vertrauen und an den Schulen mehr Medienkompetenz zu vermitteln. Kritiker indes bemängeln, dass es dafür schon zu spät sein könnte.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Dritte Festnahme von Drake Von

Pornostar wird abermals inhaftiert

Adultdarsteller Drake Von ist jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr festgenommen worden. Gegen ihn laufen inzwischen mehrere Strafverfahren.
Haft wegen Regenbogen-Shirt

Russland verschärft Repressionen

Ein russischer Kommunalwahlkandidat muss wegen eines Regenbogen-T-Shirts zehn Tage in Haft und darf nicht mehr kandidieren.
KI-Brillen sorgen für Kritik

Warnung vor Überwachungsrisiko

KI-Brillen von Meta könnten laut Kritikern neue Formen staatlicher Überwachung ermöglichen und besonders Minderheiten wie LGBTIQ+ gefährden.
Rätselhafter Tod in Dublin

Leiche in Recyclinganlage entdeckt

Ein obdachloser schwuler Mann wurde tot in einer Müllanlage in Dublin gefunden. Die Polizei schließt ein mögliches Verbrechen nicht aus.
Hardcore in Österreich

Alterscheck für alle Pornoseiten

Österreich plant ab 2027 verpflichtende Alterskontrollen für Pornoseiten. Kritiker warnen vor Risiken für Datenschutz und Anonymität.
Uni-Rauswurf in Nigeria

Schwule Studenten exmatrikuliert

Eine nigerianische Universität hat jetzt zwei männliche Studenten wegen einer homosexuellen Beziehung von der Hochschule geworfen.