Direkt zum Inhalt

Der Mississippi Fairness Act Trans-Athletinnen von sportlichen Wettkämpfen für Frauen ausgeschlossen

Von tr - 19.03.2021 - 12:00 Uhr
Gouverneur unterschreibt neues Gesetz // © instagram.com/tatereeves
Foto: Gouverneur unterschreibt neues Gesetz // © instagram.com/tatereeves
ANZEIGE
Loading audio player...

Der Gouverneur von Mississippi (Tate Reeves) hat ein Gesetz unterschrieben, welches Trans-Athletinnen von Frauensport ausschließt. Grund für den „Mississippi Fairness Act“ sei die körperliche Überlegenheit gegenüber natürlichen Frauen. Trans-Damen dürfen nur dann teilnehmen, wenn sie sich in die Gruppe ihres biologischen Geschlechts eingliedern. Doch diese neue Regelung trifft landesweit auf Kritik.

Die körperlichen Vorteile 

Dass Männer und Frauen unterschiedliche, physische Merkmale haben, ist allen bewusst. Das ist der Grund, warum es für die Geschlechter andere Voraussetzungen beim Sport gibt. So haben Männer mehr Kraft und Ausdauer. Selbst nach hormoneller Behandlung bei Trans-Frauen, bestehen diese Vorteile weiterhin. Ein Arzt kann über das biologische Geschlecht entscheiden. Dabei wird beispielsweise der Testosteronspiegel gemessen. Bei der Geschlechtertrennung im Sport gehe es um Fairness, nicht um Diskriminierung. Bereits an Highschools in Mississippi tritt diese Vorgabe in Kraft.

Ähnliche Regelungen in anderen US-Bundesstaaten

Rtl.de berichtet, dass laut dem BBC noch viele weitere US-Bundesstaaten vergleichbare Gesetzesentwürfe haben. In South Dakota wird vorgeschlagen, sich am Geschlecht auf der Geburtsurkunde zu orientieren. Andere Länder warten auf die Prüfung ähnlicher Maßnahmen. Alle beteuern, dass es sich um den Schutz und die Fairness des Mädchensports handle. Eine Abneigung gegen LGBTI* stehe nicht im Vordergrund. Doch Aktivisten sehen darin „Anti-Transgender“- Gesetzesvorschläge und machen sich für die Ablehnung dieser Regelungen stark.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.
Regenbogen-Steine für alle

Dragqueen rettet LGBTIQ+-Symbol

Nach dem Abriss eines Regenbogen-Zebrastreifens in Miami Beach verkauft eine Dragqueen dessen Pflastersteine nun für den guten Zweck.