Direkt zum Inhalt
Brunei bittet um Verständnis für neue Gesetze // © shaadjutt
ANZEIGE

Brunei Toleranz gegenüber den Intoleranten

ae - 25.04.2019 - 09:53 Uhr
Loading audio player...

Brunei bitte das Europaparlament um Toleranz, Respekt und Verständnis für ihre neuen Gesetze, welche seit April in Kraft getreten sind und die Todesstrafe für schwulen Sex und Peitschenhiebe für lesbischen Sex vorsehen.

Die Kritik, die dem Sultanat seit Inkrafttreten des neuen Strafgesetzbuches um die Ohren fliegt, sei ein Missverständnis. In einem Schreiben an das Europäische Parlament heißt es, laut The Guardian, dass das neue Strafrecht einer hohen Beweispflicht bedürfe und mindestens zwei bis vier männliche Augenzeugen mit „hohem moralischen Rang“ benötigte. Und bei den Peitschenhieben wären die betroffenen Frauen schließlich bekleidet und würden auch nur von Angehörigen des gleichen Geschlechts mit moderater Kraft ausgeführt, dabei müssten Gesicht, Magen, Brust und der Intimbereich ausgespart werden.

Für die Europaparlamentarier gelten (zum Glück) andere Richtlinien in Sachen Toleranz, Respekt und Verständnis. Für sie bedeuten die neuen Gesetze „Folter oder die grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung“ von Menschen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Neue Unsicherheit beim ESC

Sender kämpfen ums Überleben

Wirtschaftliche und politische Veränderungen bei mehreren Rundfunkanstalten könnten die ESC-Teilnahmen einiger Länder für 2027 gefährden.
US-Athlet Jacob Harmon

Offen auf der Matte und im Leben

Der offen schwule Turner Jacob Harmon erfüllte sich seinen College-Traum und möchte jetzt anderen jungen LGBTIQ+-Sportlern Mut machen.
Amnesty kritisiert J.K.Rowling

Frauenhilfszentrum im Fokus

Amnesty International UK stuft J. K. Rowlings Krisenzentrum für Frauen als „rechtefeindlich“ ein und löst damit erneut eine Debatte aus.
Eklat bei der L.A. Police

Homophobe Polizisten im Fokus

Ein LAPD-Beamter könnte angeklagt werden, nachdem er Kollegen bei homophoben, rassistischen und sexistischen Aussagen aufgenommen hat.
Sam Neill ist tot

Ein Star mit Haltung

Schauspieler Sam Neill ist mit 78 Jahren gestorben. Neben seiner Filmkarriere wurde er auch für seine Unterstützung der LGBTIQ+-Community geschätzt.
Spätes Urteil nach Jahrzehnten

Mord mit homophobem Hintergrund

Nach mehr als 40 Jahren sind zwei Brüder wegen des Mordes an dem schwulen Beamten Anthony Littler verurteilt worden.
Bromance bei der WM

Freundschaft trotz Viertelfinale

Nach dem WM-Viertelfinale zwischen England und Norwegen sorgen Erling Haaland und Jude Bellingham mit ihrer Freundschaft für Aufmerksamkeit.
Historische Klage in Botswana

Lesbisches Paar kämpft weiter

Zwei Frauen kämpfen vor Botswanas Oberstem Gericht um die Anerkennung ihrer Ehe – ein Verfahren mit Signalwirkung für ganz Afrika.
Schwerbehindert und LGBTIQ+

Viele leben doppelt benachteiligt

Millionen Menschen leben mit einer Schwerbehinderung. Hunderttausende LGBTIQ+-Personen kämpfen dabei zudem mit mehrfachen Diskriminierungserfahrungen.