Belgische Jugendbande Am helligten Tag jagen sie LGBTI*-Jugendliche
Seit dem 12. August wird ein schockierendes Video aus dem belgischen Leuven im Internet verbreitet. Darin wird ein Junge gejagt, zu Boden gerissen und zusammengeschlagen. Nach einem Tritt auf den Hinterkopf wird er gezwungen, sich zu entschuldigen, weil er schwul ist. Verantwortlich für den Angriff war die Jugendbande „Criminal Justice“, die laut Het Laatste Nieuws in Belgien LGBTI*-Jugendliche verfolgt.
Die Bande teilte ihre „Errungenschaften“ anscheinend in einer inzwischen deaktivierten Telegram-Chatgruppe. Die Gruppe hatte laut PinkNews mehr als 600 Mitglieder, hauptsächlich Minderjährige. Viele von ihnen stammten laut Remix aus der russischen Autonomen Republik Tschetschenien, wo Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung ebenso verfolgt, gefoltert und sogar ermordet werden. Chat-Nachrichten aus der Gruppe zeigen, wie deren Mitglieder gezielt TikTok und Instagram nutzen, um nach jungen LGBTI* zu suchen. Die Jugendlichen stacheln sich mit gewaltverherrlichenden Videos und Nachrichten gegenseitig an. Dabei schrecken sie einigen Nachrichten zufolge auch nicht davor zurück, Messer und Schusswaffen einzusetzen.