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Erneuter Vandalismus in Berlin // © berlin.lsvd.de
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Ausgekratzte Augen Erneuter Vandalismus in Berlin

AvdH - 21.08.2019 - 15:04 Uhr
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Zwei bebilderte Gedenktafeln am Magnus-Hirschfeld-Ufer erinnern an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung. Diese wurden jetzt erneut beschädigt: Diesmal wurden den Abbildungen von Karl Heinrich Ulrich, Anita Augspurg und Dr. Magnus Hirschfeld die Augen ausgekratzt und ausgebrannt und die Münder der letzten beiden Personen entstellt. Im Sommer 2017 und im Herbst 2018 gab es bereits ähnliche Schäden. Jörg Steinert, der Leiter des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg, hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

In den vergangenen Jahren wurden die Gedenkstätten, die an die homosexuelle Emanzipationsgeschichte und die Verfolgung Homosexueller unter dem Nationalsozialismus erinnern, mehrfach beschädigt. Dabei wurden oft mehrere Delikte in kurz hintereinander begangen. Das Denkmal für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus wurde im August bereits dreimal verschandelt. Gleich zwei Vorfälle ereigneten sich Anfang der Woche: Sonntagnacht wurde es mit Farbe beschmiert und am Montag wurde die Sichtscheibe zerkratzt. Eine Videoüberwachung von Gedenk- und Erinnerungsorten wird schon länger angestrebt.

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