Direkt zum Inhalt
Appell für Gleichberechtigung
ANZEIGE

Appell für Gleichberechtigung Keine konkreten Ergebnisse zur Lage von LGBTI*-Personen

ms - 14.10.2022 - 16:30 Uhr
Loading audio player...

Mit der Selbstverpflichtung für mehr Gleichberechtigung und einem eindringlichen Appell in Richtung Iran, die Verfolgung von Frauen und Mädchen zu beenden, ging heute am späten Nachmittag das Treffen der G7-Gleichstellungsminister in Berlin zu Ende. Auf Einladung von Bundesfrauenministerin Lisa Paus trafen sich die Minister, um gemeinsam mit der Vorsitzenden des G7-Beirats für Gleichstellungsfragen, Prof. Dr. Jutta Allmendinger, und der Vorsitzenden des Deutschen Frauenrats, Dr. Beate von Miquel, Herausforderungen und Fragen der Gleichstellungspolitik zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen neben der Stärkung von selbstständigen Frauen auch die Stärkung der Rechte von LGBTI*-Menschen in den G7-Staaten Frankreich, Italien, USA, Japan, Großbritannien, Kanada und Deutschland sowie darüber hinaus weltweit. Mit der Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter endete die Konferenz heute.

Bundesfrauenministerin Lisa Paus erklärte zum Abschluss des Treffens: „Unter der deutschen Präsidentschaft haben sich die G7 zu einer ehrgeizigen gleichstellungspolitischen Agenda verpflichtet. In der Gruppe der Sieben bildet die Gleichstellung der Geschlechter nun ein Leitprinzip über alle politischen Bereiche und Ziele hinweg. Gleichstellung ist ein universelles Menschenrecht und ein Grundwert demokratischer Gesellschaften. Rund um den Globus müssen Frauen aber noch immer für dieses Recht kämpfen. Bis heute ist Gleichstellung in keinem Land der Welt vollständig erreicht. Seit Tagen bewegen uns besonders die Bilder aus dem Iran. Auch deshalb sendet unsere gemeinsame Erklärung eine klare Botschaft: Wir müssen mehr tun. Wir müssen schneller sein. Wir werden zusammenstehen.“

Mit Blick auf die LGBTI*-Community sprach Paus von mehr Einsatz für LGBTI*-Personen. Wie dieser konkret aussehen könnte, ließ Paus ebenso offen wie eine zeitliche Planung oder weitere Arbeitsschritte, um die Situation von LGBTI*-Menschen in den G7-Staaten zu verbessern. Politische Beobachter blicken zudem mit Spannung auf die weiteren Entwicklungen des G7-Landes Italien, bereits Ende Oktober soll die designierte, rechtspopulistische neue Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Amt vereidigt werden. Sie hat sich klar gegen mehr Rechte für LGBTI*-Menschen ausgesprochen, sodass derzeit vollkommen offen ist, ob die heute vereinbarten Zielsetzungen der G7 in zwei Wochen in Italien überhaupt noch Gültigkeit haben werden. Bis Ende des Jahres will Bundesgleichstellungsministerin Paus aber nach eigener Aussage den Arbeitsprozess der G7-Gleichstellungsminister weiter intensivieren. Der G7-Vorsitz wechselt jährlich zwischen den Mitgliedern, ab Januar 2023 wird Japan den Vorsitz übernehmen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Happy Birthday Ralf König

Comic-Ikone feiert Schnapszahl

Mit seinen Comics prägte Ralf König über Jahrzehnte das Selbstverständnis schwuler Männer – jetzt wird der Meister 66 Jahre jung. Wir gratulieren!
Musikwelt in Trauer

Madonna-Produzent ist tot

William Orbit ist tot. Die Musikwelt verliert einen der einflussreichsten Produzenten, unter anderem von Madonna, Britney Spears und Pink.
Gute Ausreden im Sommer

Hitzefrei im Regenbogenland

Wenn die Temperaturen steigen, wird das Nachtleben kreativ – vor allem bei der Frage, warum heute wirklich niemand auf die Tanzfläche muss.
Schwule Badehäuser in New York

Comeback nach 40 Jahren Verbot

Die Stadt New York prüft nach 40 Jahren Verbot die Rückkehr von schwulen Badehäusern – ein Abschied von Regeln aus der frühen AIDS-Krise.
Tödliche Dating-Masche

Mord in Niederösterreich

Ein 29-jähriger schwuler Mann wurde in Niederösterreich in eine Dating-Falle gelockt und zu Tode geprügelt. Tatverdächtig ist ein 18-Jähriger.
Streit um gleiche Elternrechte

120.000 Unterschriften gesammelt

Eine Petition des LSVD+ fordert gleiche rechtliche Absicherung für alle Kinder – inzwischen haben rund 120.000 Menschen unterschrieben.
LSVD+ und HateAid

Neues Bündnis gegen Hass

QueerSafe Berlin und HateAid bündeln ihre Angebote, um queere Menschen bei digitaler Gewalt schneller und umfassender zu unterstützen.
Feuerwehrkapitänin getötet

Ehefrau legt Mordgeständnis ab

Eine 54-jährige Frau hat jetzt in Kalifornien den Mord an ihrer Ehefrau Rebecca Marodi gestanden. Ermittler sehen Eifersucht als mögliches Motiv.
Streit im Tennissport

Debatte um neue Gen-Tests

Der Streit über den Ausschluss von trans* Sportlerinnen im Frauentennis geht weiter, jetzt äußerte sich Coco Gauff zu den Geschlechtstests der WTA.