Aids-Denkmal in Hollywood Viruserkrankung darf nicht in Vergessenheit geraten
Endlich ist es soweit: Mitte November soll in Hollywood ein neues Denkmal zur Erinnerung an den weltweiten Kampf gegen Aids feierlich enthüllt werden – für viele HIV-Experten ein Projekt mit großer Signalwirkung, da die Viruserkrankung gerade auch in den USA immer mehr in den Hintergrund rückt. Das soll „STORIES: The AIDS Monument“ mitten im Showolymp in West Hollywood jetzt ändern.
Säulen, die den Himmel berühren
Das Denkmal besteht aus 147 Säulen, den sogenannten „Spuren", die knapp fünf Meter hoch sein und einen Durchmesser von 10 x 10 Zentimeter haben werden. Die Säulen berühren dabei nur leicht den Boden und ragen weit in den Himmel, wobei jede der Bronzestäbe eine unterschiedliche Farbe hat und auch kleine Besonderheiten in Form und Gestaltung aufweist – jede Säule soll so darauf aufmerksam machen, dass auch die Menschen einzigartig sind. Am 16. November soll es soweit sein, dann wird das Denkmal am nahe gelegenen Pacific Design Center enthüllt werden – erwartet wird zahlreiche Prominenz aus Hollywood und der LGBTIQ+-Community.
Jenseits der Ignoranz
Das zuständige Gremium erklärte zu den Projekt: „STORIES: The AIDS Monument ist eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt West Hollywood und der Foundation for the AIDS Monument. Es soll an die tiefen weltweiten Narben von HIV / AIDS erinnern und mutige Aktivisten, Pflegekräfte und weitere HIV-Engagierte durch ihre Geschichten ehren und das Bewusstsein für die Geschichte und Stigmatisierung von Menschen mit HIV/AIDS schärfen.“
Bis heute sind an den Folgen von Aids rund 44 Millionen Menschen weltweit gestorben – mehr als 700.000 davon allein in den USA. Auf den Säulen werden die Geschichten einiger jener Menschen Platz finden, so das Gremium weiter, das abschließend eine der ersten prominenten HIV-Kämpferinnen, Schauspielerin Elisabeth Taylor, zitiert: „Es ist schlimm genug, dass Menschen an Aids sterben, aber keiner von ihnen sollte aufgrund von Ignoranz ums Leben kommen.“