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Designer Maximilian Seitz // © instagram.com/maximilianseitz

Young & Successful Designer Maximilian Seitz

km - 16.06.2019 - 07:00 Uhr

“Lieber mit Originalität versagen, als erfolgreich zu imitieren.”

Der rote Teppich ist ihm inzwischen vertraut, das Treffen mit Stars keine Seltenheit und die Einladungen zu Fashion Events wirken wie das tägliche Brot. In der Modewelt hat er europaweite Bekanntheit und feiert Erfolge mit seinem eigenen Label und Kollektionen. Wer jetzt an einen alteingesessenen
Designer denkt, der sich das über Jahrzehnte aufgebaut hat, liegt vollkommen falsch.

Maximilian Seitz ist der lebende Beweis für den hohen Wert von Leidenschaft und den Glauben an sich selbst und seine Visionen. Wenn er noch singen würde, wäre sein Leben wohl ein Disney Film. Allerdings steckt auch viel Disziplin und harte Arbeit dahinter, auch wenn diese meist Spaß macht, kann es auch sehr stressig sein. Während viele junge Menschen sich noch Fragen wie? Prescht er nach vorn mit den Worten ‚Why Not‘. So ist auch der Name seines Unternehmens - mit Sitz in Schweinfurt und Berlin - und deutlich als Schriftzug zu erkennen auf seiner auffälligen pinken Jacke mit Kunstfell aus der gleichnamigen Kollektion.

Aber erst mal einen Schritt zurück. Wer ist Maximilian Seitz überhaupt? Der 1996 in Schweinfurt geborene und gelernte Einzelhandelskaufmann ist Influencer. Um genau zu sein Mikro-Influencer, diese haben 5.000 bis 100.000 Follower und brillieren mit Nähe zu ihren Anhängern. Zudem besitzen sie ein hohes Expertenwissen. All das trifft auf Maximilian zu. Er hat eine Reichweite von 70.000 Menschen allein auf Instagram und ist immer mit ihnen im Kontakt, in dem er zum Beispiel versucht auf sämtliche Kommentare zu antworten. Seine Expertise im Bereich Mode ist sondergleichen. Zudem ist er Designer und entwirft eigene Kleidungsstücke, ist aber auch für andere Modelabels und Firmen tätig.

Angefangen hat alles vor sieben Jahren, als er seine ersten Zeichnungen, Entwürfe und Outfit-Ideen ins Netz gestellt hat und rasch viel positives Feedback erhielt. Einige Wochen später fragten bereits die ersten Modelabels an, ob er ihre Produkte nicht auf seiner Seite vorstellen könnte. „Damals waren Influencer noch kein Begriff wie heute, aber ich erkannte das Potential in dieser neuen Kommunikationssparte und wurde eigenhändig aktiv und habe Firmen kontaktiert. Ende 2012 entwarf und vermarktete ich dann mein erstes eigenes T-Shirt mit dem damaligen Modelabel ‚Da Becca‘. Es hat mir so viel Spaß und Freude bereitet, dass ich kurz darauf mein eigenes Label ‚Maximilian Seitz‘ gründete“, so der Designer über den Beginn seiner Karriere. Er war seiner Zeit also weit voraus. Eine Gabe, die auch in der Modewelt von großer Bedeutung ist. „Was heute ‚In‘ ist, kann morgen schon wieder ‚Out‘ sein und in drei Tagen spricht keiner mehr darüber. Diese spannende Vergänglichkeit ist einzigartig und macht sie zu etwas ganz Besonderem.“ erzählt der junge Modeexperte über seine Faszination.

Faszinierend ist, wie Maximilian mit dem Erfolg als so junger Mensch umgeht. Er bleibt sympathisch, authentisch und vergisst trotz seines Berliner Wohnsitzes nicht seine Wurzeln. Er unterstützt mit seinen Netzwerken auch aufstrebende Models, Künstler und Startups und begleitet sie als Ansprechpartner auf dem Weg in Richtung Durchbruch. Dabei verzichtet er
oftmals auf die Zusammenarbeiten mit großen Labels und schreibt auf Instagram: „Ich finde es total wichtig, dass auch kleine traditionelle Betriebe am Leben erhalten bleiben und man nicht nur immer zu den großen Konzernen und Ketten rennt - fast Fashion ist Schrott! Und billig kann jajeder.“

Was nicht jeder kann und für ihn die größte Herausforderung darstellte, war es in jungen Jahren ernst genommen zu werden: „Es musste für einen 50-jährigen Geschäftsmann schon ein „stranges" Gefühl gewesen sein, wenn da auf einmal ein 16-jähriger mit einem Businessplan und einer großen Vision steht. Aber das habe ich, auch dank ganz großartiger Unterstützung meines Umfelds, gut gemeistert. Seine Familie steht immer hinter ihm und unterstützt, wo es nur geht. Eine besondere Rolle spielte dabei seine Oma. Sie posierte unter anderem für eine Kollektion von Maximilian. „Ich möchte mit meinen Kollektionen und meiner Art anderen Leuten Mut machen, dass sie sich für andere nicht verstellen, sich trauen aus der Norm zu fallen und sich nicht verkleiden sondern bekleiden - wie jeder es für sich selbst richtig hält und wohl fühlt. Das versuche ich auch bei mir, jeden Tag vor dem Kleiderschrank umzusetzen.“

Diese Aussage spiegelt auch sein Lebensmotto ‚Why Not‘ wieder, welches auch sein Fußgelenk in Form eines Tattoos ziert. Mit dieser Einstellung erobert der 22-jährige die Modewelt. Dabei bleibt er immer liebenswert, zuverlässig und glaubwürdig, ohne sich dabei in irgendeine Rolle oder Ecke drängen zu lassen.

SCHWULISSIMO ist gespannt auf seine folgenden Projekte und wünscht weiterhin viel Erfolg.

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