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Mitglieder drohen Kündigung US-Fitnessstudio verschärft Kontrollen in Dampfsaunen

Von tb - 04.05.2026 - 19:00 Uhr
US-Fitnessstudio verschärft Kontrollen in Dampfsaunen
Foto: © iStock / fotostorm
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Wer hätte gedacht, dass das berühmteste Fitnessstudio Amerikas, Equinox, plötzlich im Rampenlicht steht – und zwar nicht wegen beeindruckender Gewichte, sondern wegen dampfender Enthüllungen! Nach einem reißerischen Bericht der britischen „Daily Mail“, der millionenfach aufgerufen wurde, melden sich schwule Mitglieder des luxuriösen Fitnessclubs zu Wort und erklären, was im Dampfbad wirklich passiert: Ja, es wird geflirtet, gekichert und gelegentlich geht’s auch mal heißer zur Sache – aber alles längst Alltag in den Metropolen.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die „Daily Mail“ sorgte Ende April 2026 mit einem Bericht über angebliche Sexpraktiken in den Equinox-Dampfsaunen für Furore.
  • Mehrere aktuelle und ehemalige Equinox-Mitglieder bestätigen: Treffen im Dampfbad sind weder neu noch ein speziell auf Equinox beschränktes Phänomen.
  • Fitness-Influencer Anthony Festa berichtet von gezielten Annäherungsversuchen in der Filiale Darien, Connecticut, und zieht den Vergleich zum lockererem Umgang in New York City.
  • Das Unternehmen untersagt sexuelle Aktivitäten ausdrücklich, verstärkt Kontrollen und hat bereits Mitglieder verwarnt oder gesperrt.
  • Im Netz manifestiert sich darüber eine Debatte über schwule Kultur in Fitnessstudios allgemein – und die Frage: Ist das überhaupt noch eine Schlagzeile wert?

 

Mit Handtuch und Understatement durch die Dampfsauna

Während Boulevard-Journalismus mit Schlagworten wie „geheime Handtuch-Signale“ und „Experimentierfreude“ auftrumpft, zeigen Stimmen aus der Community vor allem eines: Im Equinox, egal ob Chelsea oder Connecticut, trifft man(n) sich, flirtet oder geht weiter – wie überall. Der Fitness-Influencer Anthony Festa, bekannt für seine TikToks aus dem Fitness-Alltag, schilderte etwa, dass er selbst um Avancen eines verheirateten Mannes herumkommt und humorvoll feststellte: In der Stadt New York sei alles viel entspannter, auf dem Land aber diskreter.

Die Berichte über „kontinuierliche Kontrolleinsätze“ durch das Personal, die auf US-Portalen von ehemaligen Mitarbeitenden bestätigt werden, unterstreichen, wie bekannt die cruisende Kundschaft in gehobenen Studios ist. „Wir mussten stündlich nachschauen, ob nicht gerade jemand drinnen zugange war“, erinnerte sich ein Ex-Equinox-Mitarbeiter.

 

Gym-Etikette vs. Community-Kultur

Die offizielle Linie der Studios: Flirten ja, Sex bitte nicht. Wer zu forsch wird, riskiert die Kündigung seiner Mitgliedschaft – selbst Models wie Quin May berichten, dass sie schon Mitgliedschaften wegen „unsauberer Sauna-Spielchen“ entziehen mussten. Trotzdem ist das Dampfbad vielerorts längst ein Ort der sozialen Begegnung. In LGBTIQ+-Kreisen gehören Begegnungen in Fitnessstudios, besonders in Metropolen, seit Jahrzehnten zum (halb-)öffentlichen Leben dazu – auch weit über die USA hinaus.

Ein Twitter-Kommentar bringt die Reaktion vieler Community-Mitglieder auf den Punkt: „Kann uns schwulen Männern nicht wenigstens das Fitnessstudio bleiben?“ So wirkt der Skandalbericht für viele wie ein alter Hut, den Medien immer wieder gerne hervorholen.

 

Ein Glas Eiswasser fürs nächste Kapitel?

Am Ende bleibt nach dem großen Medienecho vor allem eines: Viel Wirbel um eine Gewohnheit, die zwar offiziell verboten, aber kaum verborgen ist. Ob die Studios ihre Kontrollen künftig weiter verschärfen oder weiter stillschweigend dulden, bleibt offen – sicher ist jedoch, dass das Dampfbad als schwules Kuriositätenkabinett wohl so schnell nicht aus dem Klatsch verschwinden wird.

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