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Cherry Jones spielt lesbische Rivalin in „Hacks“

Queere Repräsentation im Fokus Cherry Jones spielt lesbische Rivalin in „Hacks“

kw - 08.05.2026 - 15:30 Uhr
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Cherry Jones, Emmy- und Tony-Preisträgerin, ist überraschend in der HBO-Max-Serie „Hacks“ zu sehen. Ihr Gastauftritt in der siebten Folge der fünften Staffel, die seit 7. Mai 2026 gestreamt werden kann, ist ein bedeutendes Ereignis für die queere Medienrepräsentation: Nach mehreren Anläufen trat Jones schließlich als lesbische Rivalin von Serienikone Deborah Vance auf. Jones’ Zusage kam erst nach drei persönlichen Anrufen des Serien-Mitbegründers Paul W. Downs zustande, was das große Interesse der Macherinnen und Macher an ihrer Beteiligung belegt.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Cherry Jones spielt die lesbische Komikerin Kelly Kilpatrick in Folge 7 der fünften Staffel von „Hacks“.
  • Das Produktionsteam brauchte drei Anläufe, um Jones für den Auftritt zu gewinnen.
  • Die Folge wird von Fans und den Co-Schöpferinnen und Co-Schöpfern als bisher witzigste Episode gefeiert.
  • Das Staffelfinale von „Hacks“ ist für Mai 2026 auf HBO Max angekündigt.

 

Queere Sichtbarkeit in hochwertiger Comedy

Die Figur Kelly Kilpatrick, gespielt von Cherry Jones, trifft in „Hacks“ auf Hauptfigur Deborah Vance, dargestellt von Jean Smart. Diese Konstellation führt nicht nur zu klug inszenierten Rivalitäten, sondern erlaubt auch selten gesehene lesbische Pointen sowie explizite Szenen zwischen weiblichen Figuren. Besonders hervorzuheben ist, dass Authentizität und Selbstironie den Ton bestimmen und die Episode mehrere Aspekte queerer Realität aufgreift – etwa Klischees um Paarbeziehungen, die vielschichtig und bewusst selbstironisch gebrochen werden. Für queere Zuschauerinnen und Zuschauer bedeutete dies ein „Augenzwinkern“ als Hommage von dem Showrunnerteam ohne dabei in simple LGBTIQ+-Marketingmuster abzugleiten.

 

Starpower als Kalkül: Was die Medien daraus machen

Die Serie setzt mit der prominenten Besetzung von Jones gezielte Schlaglichter auf queere Erfahrungswelten jenseits von Nebenrollen: Die Symbiose aus klischeehafter Trophäenfrau (Leslie Bibb) und schillernder Comedy-Ikone (Jones) wird pointiert medial ausgeschlachtet. Dass Jones’ Bewerbung schließlich durch direkte Intervention von Downs erfolgte, zeigt, wie sehr sich selbst große Streamer um glaubwürdige Repräsentation bemühen – und welchen Einfluss Publikumslobby und Social-Media-Öffentlichkeit auf Produktionsentscheidungen haben. Es offenbart sich aber auch, wie zäh selbst bei gefeierten Formaten die tatsächliche Einbindung queerer Schauspielerinnen verläuft: Ausdauer und Überzeugungsarbeit bleiben notwendig, damit queere Stars mehr als nur Beiwerk sind.

 

Hintergründe zur Entwicklung der Folge

Mit dem Auftauchen von Kelly Kilpatrick spannt „Hacks“ einen Bogen über Generationen lesbischer Sichtbarkeit im US-Fernsehen. Bereits im Vorfeld wurde die siebte Episode der finalen Staffel in Branchenmedien als das humoristische Highlight der Serie bezeichnet. Jones half bei der Entwicklung ihres Kostüms aktiv mit und brachte persönliche Vorschläge für ihren Look ein. Die Entscheiderinnen und Entscheider am Set zeigten damit, wie eng mittlerweile queere Schauspielerinnen sowie Schauspieler Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung nehmen können – eine Entwicklung, die lange nicht selbstverständlich war.

 

Wie geht es bei „Hacks“ weiter?

Die kommende letzte Folge der Serie steht unmittelbar bevor – und Fans dürfen gespannt sein, ob queere Figuren wie Deborah oder Kelly erneut kraftvolle Auftritte bekommen. Branchenbeobachterinnen und Branchenbeobachter werten den Auftritt von Cherry Jones als Signal: Prominente queere Besetzungen werden von Streaming-Plattformen nicht mehr als Nebenbei-Gag behandelt, sondern als strategischer Bestandteil für Qualität und Repräsentation inszeniert. Bleibt die zentrale Frage, ob diese Form der Sichtbarkeit auch nach dem Ende von „Hacks“ zum Standard in den Writers’ Rooms großer Serien wird.

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