Direkt zum Inhalt

Fantasie trifft Sichtbarkeit Tim Walkers „Fairyland“: Queere Porträts in London

Von tb - 07.11.2026 - 20:50 Uhr
Eine analoge Sofortbildkamera
Foto: © iStock / annie-claude
ANZEIGE
Loading audio player...

Queere Identität, Gemeinschaft und Liebe stehen im Zentrum von „Tim Walker’s Fairyland: Love and Legends“. Die Ausstellung in der Londoner National Portrait Gallery läuft noch bis zum 7. Februar 2027. Für einen Winteraufenthalt in der britischen Hauptstadt ist sie damit ein konkreter Kulturtermin mit genügend Vorlauf.

Porträts mit Raum für Fantasie

Walker hat für das Projekt über fünf Jahre Aktivisten, Künstler, Autoren und Menschen aus der Performance-Szene fotografiert. Die von Susanna Brown kuratierte Ausstellung verbindet Porträts mit der fantasievollen Bildsprache des Fotografen. Es geht um Menschen, die queeres Leben prägen, und um die Möglichkeiten, sie jenseits eines nüchternen Porträts darzustellen.

Für die Betrachtung ist dabei ein Unterschied spannend: Ein Bild kann Wiedererkennbarkeit herstellen und zugleich eine Rolle, eine Fantasie oder einen Wunsch sichtbar machen. Wer durch die Schau geht, kann darauf achten, wie Kleidung, Landschaft und Requisiten das Verhältnis zwischen der Person und ihrer Inszenierung verändern.

Was die Eintrittskarte kostet

Die Galerie nennt reguläre Preise von 23 Pfund von Montag bis Donnerstag und 25 Pfund von Freitag bis Sonntag. Daneben werden freiwillige Spendenoptionen angeboten. Die Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss. Eine frühzeitige Buchung wird empfohlen; freie Zeitfenster und Ermäßigungen sollten direkt beim Museum geprüft werden.

Der allgemeine Besuch eines Museums und eine kostenpflichtige Sonderausstellung sind bei der Planung getrennt zu betrachten. Wer ein enges Reisebudget hat, sollte daher zuerst den konkreten Ausstellungseintritt prüfen und erst danach den restlichen Tag darum aufbauen. Auch ein Zeitfenster am Anreisetag braucht einen ausreichenden Puffer für mögliche Verspätungen.

Inhaltshinweise vor dem Besuch lesen

Das Museum weist auf Nacktheit, erwachsene Themen und teilweise sexuelle Darstellungen hin. Ein gesondert gekennzeichneter Bereich im letzten Raum enthält explizite Bilder und wird für unter 18-Jährige nicht empfohlen. Kinder unter 14 Jahren müssen in der Galerie von einem Erwachsenen begleitet werden.

Solche Angaben helfen, den Besuch selbstbestimmt zu planen. Sie sagen nichts darüber aus, wie eine einzelne Person auf die Arbeiten reagieren wird. Wer mit anderen reist, kann vorab besprechen, ob alle die gesamte Schau gemeinsam sehen möchten oder sich einzelne Bereiche getrennt ansehen.

So wird daraus mehr als ein Fototermin

Es lohnt sich, einzelnen Bildern etwas Zeit zu geben. Welche Person wird zuerst gesehen, welche Details erst später? Verändert sich der Eindruck mit größerem Abstand? Ein kurzer Austausch nach der Ausstellung kann ergiebiger sein als der Versuch, jede Arbeit sofort festzuhalten. Für eigene Aufnahmen gelten die Regeln des Museums.

Weitere Informationen: offizielle Ausstellungsseite.

Stand: 7. November 2026.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

SWRInwiefern spiegeln Beleidigungen Geschlechterklischees?Hamburger AbendblattEinmal im Leben Cowboy sein – die Breeder‘s Pride Ranch macht‘s möglichBR24Heizkosten: Fernablesbare Zähler werden 2027 PflichtBILDQueerer Volleyball-Star - „Mein Coming-out war einfach an der Zeit“Alle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie stark empfindest du den Schönheitsdruck in der schwulen Community?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Drag, Humor und Wahlfamilie

Tournee durch die USA und Kanada

Jinkx Monsoon und BenDeLaCreme gehen wieder gemeinsam auf Tour. Die neue Holiday Show verbindet Weihnachtskomik mit einem Blick auf Gemeinschaft.
Nähe zwischen zwei Kulturen

Neue Ausstellung bis Ende Januar

Soufiane Ababri zeigt in Köln „The Alis’ Narrative“. Seine Zeichnungen verbinden Intimität, Migration und einen Fassbinder-Bezug.
Körper, Fürsorge und Begehren

Festivalstart am 11. November

Queertactics läuft vom 11. bis 15. November in Wien. Der Auftaktfilm „London“ verbindet queeres Leben, Behinderung und Selbstbestimmung.
FOFS 2026 in München

Festival of Future Storytellers

Junge Filmschaffende zeigen ihre Arbeiten und sprechen mit dem Publikum. Workshops nehmen neue Werkzeuge und die Zukunft des Erzählens in den Blick.
QueerFilmFestival Esslingen

Skiff und A Nice Indian Boy

Erste Liebe, Familienkonflikte und die Suche nach Zugehörigkeit: Das Kommunale Kino lädt zur Festivalwoche mit Filmen, Gesprächen und Party.
Suche nach Mr. Right

Sängerin Linda Hesse im Interview

Wie angeln wir uns den Traummann? Eine Antwort gibt die Hamburger Komödie „Männerbeschaffungsmaßnahmen“. Schwulissimo traf Sängerin Linda Hesse.
Solidarität mit Ariana Grande

Neubesetzung geplant

Jonathan  Bailey hat seinen Ausstieg beim Musical "Sunday  in  the  Park  with  George" am Barbican Theatre in London bekanntgegeben.