81-Jährige als Headlinerin Diana Ross und Raye eröffnen Brighton Pride 2026
Raye und Diana Ross: Ikonen eröffnen Brighton Pride 2026.
Glanz und Vielfalt an der englischen Küste
Zwei Generationen von Musikgrößen stehen 2026 im Rampenlicht von Brighton Pride: Pop-Phänomen Raye und Soul-Ikone Diana Ross führen das Line-up des Pride On The Park Festivals an. Während Raye am Samstag, 2. August, das Publikum mit Songs ihres neuen Albums „This Music May Contain Hope“ begeistern wird, gibt Motown-Legende Diana Ross am Sonntag eine exklusive Festival-Premiere in Großbritannien. Das Event markiert nicht nur Ross’ ersten Auftritt bei der traditionsreichen Pride-Veranstaltung, sondern auch das 35-jährige Bestehen von Brighton Pride – eine kulturelle Klammer zwischen Musikgeschichte, queerer Erfahrung und gesellschaftlichem Empowerment.

Symbolkraft und gesellschaftlicher Resonanzraum
Die Verpflichtung von Diana Ross als Headlinerin – mit 81 Jahren eine Ausnahmeerscheinung – unterstreicht die herausragende Bedeutung des Festivals. Ihre „I’m Coming Out“-Hymne sowie die Rückkehr von „Upside Down“ in die britischen Charts, ausgelöst durch die Serie "Stranger Things", spiegeln die anhaltende Relevanz und Strahlkraft queerer Kultur. Raye, mit sieben BRIT Awards ausgezeichnet, bringt moderne Sichtbarkeit und aktuelle Sounds auf die Bühne und verbindet popmusikalischen Erfolg mit sozialpolitischem Bewusstsein. Festivalverantwortliche sprechen davon, dass die Buchung von Ross ein „Traum“ sei – eine Formulierung, die sowohl die Musikwelt als auch die Verbundenheit zur LGBTIQ+-Community würdigt.
Stimmen aus der Community
Paul Kemp, Geschäftsführer von Brighton Pride, zeigte sich „überwältigt glücklich“ und sagt: „Diana Ross’ legendäre Stimme und ihr Repertoire werden einen einzigartigen Moment in der Geschichte von Brighton Pride schaffen.“ Die Festival-Leitung betont die Vielfalt des Programms sowie die Bedeutung der Musik als verbindendes Element, das alle Formen von Liebe und Identität ehrt.
Zwischen Protest und Popkultur
Brighton Pride ist untrennbar mit britischer Politikgeschichte verknüpft: 1991 als Widerstand gegen Section 28 gegründet, ist das Festival mittlerweile das größte seiner Art im Vereinigten Königreich. Die Entwicklung von einer Widerstandsbewegung hin zu einer offenen Kulisse für Pop-, Soul- und queere Kunstschaffende zeugt vom gesellschaftlichen Wandel – eine Entwicklung, die Künstlerinnen wie Raye und Ross heute mitgestalten.
Festival der Vielfalt
Die Einbindung zweier so unterschiedlicher Stars steht programmatisch für eine Zukunft, in der Generationen und Genres Platz finden. In Zeiten, in denen Queerness weltweit wieder verstärkt angezweifelt wird, setzt Brighton Pride ein leuchtendes Zeichen für Sichtbarkeit. Mit jeder neuen Headlinerin wächst der Anspruch, dass große Pop-Momente die Bühne für gesellschaftlichen Wandel sein können. Welche Stimmen werden diese Bühne als Nächstes prägen?