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Frankfurter Ausstellung zeigt queere Gen Z-Fotografie
Foto: © Ziyu Wang
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Neue Sicht auf Identität Frankfurter Ausstellung zeigt queere Gen Z-Fotografie

kw - 01.06.2026 - 22:00 Uhr
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Eine internationale Gruppenausstellung, die erstmals im Fotografie Forum Frankfurt zu sehen ist, stellt die Sichtweisen der Generation Z auf Queerness, Identität und Vielfalt in den Mittelpunkt der aktuellen Kulturdebatte. Unter dem Titel "Gen Z: Shaping a New Gaze" zeigen über 40 Fotografinnen und Fotografen aus 25 Ländern bis zum 30. August 2026 Arbeiten, die geprägt sind vom Selbstverständnis einer digital aufgewachsenen Generation ohne Berührungsängste mit queeren Themen.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Ausstellung „Gen Z: Shaping a New Gaze“ läuft bis 30. August 2026 im Fotografie Forum Frankfurt.
  • Über 40 junge Fotografinnen und Fotografen aus 25 Ländern sind vertreten.
  • Die Werke thematisieren Identität, Gender, Intersektionalität und Zugehörigkeit.
  • Der Fokus liegt auf gelebter Queerness und kreativer Reflexion gesellschaftlicher Realitäten.

 

Vielstimmige Kunst zwischen Gender und Zugehörigkeit

In vier thematischen Schwerpunkten geben die Arbeiten Einblick, wie junge Künstlerinnen und Künstler mit komplexen Fragen rund um Körperwahrnehmung, Genderzugehörigkeiten und kulturelle Verwurzelung umgehen. Unter den gezeigten Werken findet sich etwa Laurence Philomènes Bild "Paint Me Like One of Your Pre Raphaelite Boy-Girls" aus der international beachteten Serie „Puberty“, das die Grenzen klassischer Männlichkeits- und Weiblichkeitsbilder herausfordert. Viele der teilnehmenden Künstlerinnen sowie Künstler arbeiten mit autobiografischen Versatzstücken, Social-Media-Ästhetik und dokumentarischen Elementen, um ihre Lebensrealitäten sichtbarer zu machen. Mit intersektionalem Blick werden Überschneidungen von Queerness, Herkunft und sozialer Prägung ins Zentrum gerückt, unterstützt durch neue visuelle Codes und einen oft unbefangenen, individuellen Zugang zu Identität.

 

Generation Z prägt einen neuen Blick

Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt mit der Ausstellung ein bislang beispielloses Panorama junger queerer Perspektiven. Die Künstlerinnen sowie Künstler der Generation Z, also Menschen geboren zwischen 1995 und 2010, sind mit sozialen Netzwerken, globaler Migration und gesellschaftlichen Umbrüchen aufgewachsen. Sichtbar wird eine deutliche Abkehr von binären Identitätsmodellen: Statt festgefügter Rollen stehen Fluidität, Vielfalt und Selbstbestimmung im Vordergrund. Die Bandbreite reicht von intimen Selbstporträts bis zu experimentellen Serien, in denen Humor, Verletzlichkeit und Selbstermächtigung Platz finden.

„Der Ausstellungstitel verweist auf den Anspruch, den eigenen Blick als Teil gesellschaftlicher Veränderung zu begreifen“, hebt eine Kuratorin des Fotografie Forums hervor.

 

Einblick in eine offenere und kreativere Zukunft

Die Präsentation in Frankfurt gibt erstmals in Deutschland einen umfassenden Einblick, wie Generation Z die Zukunft queerer Identitäten imaginiert und gestaltet. Über internationale Zusammenarbeit und digitale Vernetzung entsteht ein künstlerischer Raum, in dem Herkünfte, Genderidentitäten, Wünsche und Ängste gleichberechtigt nebeneinander stehen. Dabei spiegeln die Fotografien auch Sehnsüchte nach Zugehörigkeit sowie die Angst vor Ausschluss und Marginalisierung wider.

Abzuwarten bleibt, wie das Publikum und die deutsche Kunstszene auf diese neue Offenheit reagieren werden. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Stimmen der jungen Künstlerinnen und Künstler – gerade durch ihre Vielschichtigkeit und Internationalität – den Diskurs über queeres Leben und künstlerische Expression verstärken und erweitern werden.

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