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Tierney über Leben mit HIV

Tierney über Leben mit HIV Mutmacher für die Community im Kampf gegen Stigmata

ms - 14.04.2026 - 15:00 Uhr
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Der kanadische Regisseur und Schauspieler Jacob Tierney (Heated Rivalry) hat in einem kürzlich wiederaufgetauchten Podcast-Clip offen über seine HIV-Diagnose gesprochen und damit viel Anerkennung für seine Ehrlichkeit und seinen positiven Umgang mit der Krankheit erhalten. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Jacob Tierney spricht in einem wiederaufgetauchten Podcast-Clip offen über seine HIV-Diagnose und deren Auswirkungen.
  • Der Filmemacher und Schauspieler warnt vor den gesundheitlichen Herausforderungen, die durch seine Erkrankung und eine spätere Diabetes-Diagnose entstanden sind.
  • Tierney wird für seine Ehrlichkeit und seinen positiven Umgang mit HIV und gesundheitlichen Problemen von Fans gelobt.
  • Der Clip hat online für viel Anerkennung gesorgt und trägt zur Entstigmatisierung von HIV bei.

HIV und Diabetes 

In dem Gespräch mit dem Komiker Zach Noe Towers im Podcast „Good Morning, Sodomites!“ erzählte Tierney, dass er sich mit 34 Jahren mit HIV infiziert hatte und in der Folge schwer erkrankte. „Ich war wirklich, wirklich krank, habe viel Gewicht verloren und viele medizinische Komplikationen erlitten, die viele andere nicht haben“, so Tierney. Er erklärte weiter, dass er seine Infektion während der „Post-Cocktail“-Ära, also nach der Einführung antiretroviraler Medikamente 1996, behandelte. Dies trug dazu bei, das Virus zu kontrollieren und die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Ein Jahr später wurde zudem die HIV-Präexpositions-Prophylaxe (PrEP) eingeführt.

Tierney sprach auch über die Diagnose von Typ-1-Diabetes, die ihn zusätzlich belastete. Nachdem er zunächst unentdeckt krank war, diagnostizierte ein Arzt, der ihn wegen seines HIVs behandelte, schließlich auch die Diabetes. Ohne diese Diagnose wäre Tierney nur noch zwei Wochen von einer schweren Niereninsuffizienz entfernt gewesen. „Es gab ein Jahr und ein halbes, in dem ich praktisch ständig krank war“, erinnerte sich der Filmemacher.

Mutmacher im Kampf gegen Stigmata

Der 44-Jährige, der in der LGBTIQ+-Community als prominenter Filmemacher und Serienmacher spätestens seit „Heated Rivalry“ sehr bekannt ist, bezeichnete sich selbst als „Voll-Disclosure-Mensch“. Das bedeutet, dass er seine HIV-Diagnose offen kommuniziert, was in Kanada gesetzlich vorgeschrieben ist, auch wenn bei ihm die Viruslast unter der Nachweisbargrenze liegt. Die Fans, die sich nach der Veröffentlichung des Clips zahlreich äußerten, würdigen vor allem Tierneys Ehrlichkeit und die Offenheit, mit der er sowohl über seine gesundheitlichen Herausforderungen als auch über die Fortschritte in der Behandlung von HIV spricht. 

In den Kommentaren auf sozialen Medien wurde besonders betont, wie wichtig es ist, die Stigmatisierung von HIV zu bekämpfen und auf die bedeutenden Fortschritte in der HIV-Prävention und -Behandlung hinzuweisen. „Es ist beeindruckend, wie offen und verletzlich er ist“, schrieb ein Fan. Ein anderer erklärte, dass Tierneys Geschichte vielen Menschen Mut mache und sie dazu ermutige, sich der Krankheit mit Hoffnung und Optimismus zu stellen.

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