Ariana Grande wehrt sich Unbekannte Hacker verkauften neue Musik im Darknet
Kurz vor der Veröffentlichung ihres achten Studioalbums „Petal“ geht US-Popstar Ariana Grande juristisch gegen unbekannte Hacker vor. Die Musikerin wirft bislang nicht identifizierten Personen vor, unveröffentlichte Songs, Videos und Fotos gestohlen und anschließend im Darknet verkauft zu haben.
Das Wichtigste im Überblick
- Ariana Grande geht juristisch gegen mutmaßliche Hacker vor, die unveröffentlichte Inhalte gestohlen haben sollen.
- Nach Angaben der Klage wurden Songs, Videos und Fotos im Darknet angeboten.
- Die Sängerin will die Identität der Verantwortlichen aufklären und weitere Veröffentlichungen verhindern.
- Grande hat auch im Interesse anderer Künstler Klage eingereicht.
- Am Freitag erscheint ihr neues Album "Petal".
Phishing und Hackerattacken
Grande hat in Los Angeles eine entsprechende Klage eingereicht, berichten der Hollywood Reporter und das People-Magazin. Aus der Klageschrift geht hervor, dass Grandes Anwälte gegen mehrere bislang unbekannte Personen vorgehen. Diese sollen sich demnach durch Phishing-Angriffe und Hackerattacken Zugang zu privaten Konten von Produzenten und Fotografen verschafft haben, mit denen die Sängerin zusammenarbeitet. Die erbeuteten Daten seien anschließend über das Darknet für hohe Geldbeträge weiterverbreitet worden. In der Klage ist von einem „unrechtmäßigen und ungeheuerlichen Diebstahl“ sowie der Verbreitung und Ausbeutung von unveröffentlichtem Material die Rede. Die Inhalte seien nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen.
Täter bislang unbekannt
Nach Angaben aus der Klageschrift seien allein im Jahr 2023 insgesamt 45 bislang unveröffentlichte Songs vorzeitig im Internet aufgetaucht. Der Hollywood Reporter nennt unter anderem die Titel „Fantasize“, „That Bitch is Mine“ und „White Tee“, die betroffen gewesen sein sollen. Ein wichtiges Ziel des Verfahrens ist es, zunächst die Identität der mutmaßlichen Täter festzustellen. In den Gerichtsunterlagen werden die bislang unbekannten Personen als „John Does“ bezeichnet. Grande wolle erreichen, dass die Verantwortlichen für ihr Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Nach Darstellung der Klage geht es ihr außerdem darum, ähnliche Angriffe künftig möglichst zu verhindern – auch im Interesse anderer Künstlerinnen und Künstler.
Album erscheint am Freitag
Eine Person aus dem Umfeld der Sängerin sagte dem People-Magazin: „Künstler haben ein Recht darauf, zu bestimmen, wie und wann ihre Kunst mit der Welt geteilt wird.“ Der unrechtmäßige Diebstahl und die Verbreitung kreativer Arbeit würden dieses Recht untergraben und dürften nicht hingenommen werden. Grande hatte im April ihr neues Album „Petal“ angekündigt. Die achte Studioveröffentlichung der Sängerin soll am 31. Juli erscheinen. Zuletzt stand Grande vor allem wegen ihrer Schauspielrolle im Mittelpunkt. In dem zweiteiligen Filmmusical „Wicked“ spielte sie die Hexe Glinda.