Direkt zum Inhalt
Tennisprofi Mika Brunold

Tennisprofi Mika Brunold Viel Liebe und wenig Hass nach Outing vor zwei Monaten

ms - 13.02.2026 - 14:30 Uhr
Loading audio player...

Der Schweizer Tennisspieler Mika Brunold (21), der sich im Dezember 2025 als weltweit zweiter aktiver ATP-Spieler öffentlich als schwul outete, zeigte sich jetzt von den Reaktionen auf sein Coming-Out positiv überrascht. Zwei Monate nach der Bekanntgabe sprach der 21-Jährige in einem Interview mit der Schweizer Zeitung Blick und betonte, er sei von der Vielzahl der Rückmeldungen und insbesondere von der Anzahl der positiven Reaktionen beeindruckt. 

Viel Liebe, kaum Hass

„Ich war angenehm überrascht. Zum einen, dass es so viele Reaktionen ausgelöst hat, und zum anderen, dass es so viele positive Rückmeldungen gab“, erklärte Brunold. Negative Kommentare seien laut ihm „absolut minimal“ gewesen: „Ich glaube, es gab nicht mal fünf.“ Brunold, der nach Joao Lucas Reis da Silva der zweite offen schwule ATP-Spieler in der Geschichte des Männer-Tennis ist, hofft, dass sein Coming-Out und das seines brasilianischen Kollegen als Vorbilder für andere Spieler dienen können. 

„Es wäre schön, wenn der Weg, den wir gewählt haben, auch andere Spieler ermutigen würde“, sagte der 21-Jährige. „Jeder muss seinen eigenen Weg gehen und selbst entscheiden, ob er die Nachricht öffentlich macht. Für mich war der Moment definitiv der richtige.“ 

Erster schwuler Davis-Cup-Gewinner

Derzeit auf Platz 459 der ATP-Weltrangliste, gab Brunold in der vergangenen Woche sein Debüt im Davis Cup und gewann sein erstes Match mit 6:2, 6:2 gegen den tunesischen Spieler Aziz Ouakaa. Damit schrieb er Geschichte, da kein offen schwuler Tennisspieler je ein Davis-Cup-Match gewonnen hatte. Joao Lucas Reis da Silva hatte zuvor zwar für Brasilien im Davis Cup gespielt, jedoch beide Partien verloren.

Brunolds Nominierung für den Davis Cup war auf den kurzfristigen Ausfall von Henry Bernet zurückzuführen. Dennoch zeigt sich der Schweizer, der auch zwei Halbfinals bei Challenger-Turnieren in der vergangenen Saison erreichte, auf dem Vormarsch. „Mein Eindruck ist, dass die Tenniswelt bereit für schwule Spieler ist“, betonte er. „In meinem Fall kann ich das offen ansprechen. Tatsächlich merke ich, dass es im Circuit überhaupt kein Thema ist.“ 

Aufstrebender Star im Profitennis

Sein bestes ATP-Ranking erreichte er im vergangenen Sommer mit Platz 289, den er so schnell wie möglich wieder erreichen möchte. Auch die Davis-Cup-Nominierung für den September bleibt ein langfristiges Ziel. Als er Ende 2025 sein Coming-Out hatte, erklärte Brunold, er habe lange mit seiner Sexualität gekämpft und von der „Angst, nicht akzeptiert zu werden“ und dem „Druck, still zu bleiben“ gesprochen. Dennoch habe er „mit Stolz“ seine Homosexualität angenommen und wolle damit nicht nur für sich selbst einen Schritt nach vorne machen, sondern auch andere ermutigen: „Ich teile das alles mit euch, weil ich glaube, dass nicht genug darüber gesprochen wird.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Offizielles Ehe-Aus

Jochen Schropp und Norman Kühle

Nun ist es offiziell: TV-Moderator Jochen Schropp und sein Ehemann Norman Kühle trennen sich, die bisherige Ehepause brachte keine erhoffte Annährung.
Pornöser Auftritt mit Folgen

Nachwehen des Super Bowls

Bad Bunny sorgte mit dem Super Bowl-Auftritt für ein gestiegendes Interesse an Hardcore-Filmen. Ein Republikaner nannte die Show "schwule Pornografie"
Bedrückende Beichte

Suizidgedanken bei David Archuleta

David Archuleta berichtete jetzt von seinem Tiefpunkt im Leben und Suizidgedanken. Heute will der US-Sänger queeren jungen Menschen Mut machen.
Angriff auf Gus Kenworthy

Morddrohungen gegen Olympionike

Der schwule Freestyle-Skifahrer und Olympionike Gus Kenworthy erlebt nach Trump-Kritik online gerade eine massive Welle an Morddrohungen.
Start von GNTM 2026

Männer, soweit das Auge reicht

Es ist wieder soweit: GNTM 2026 ist am Start und Heidi Klum nahm zum Auftakt der Modelshow gleich einmal ein Bad unter vielen sexy Männern.
Weltstars auf Tanzparkett

Sharon Stone als Stargast

"Alles Walzer" heißt es am 12. Februar 2026 erneut in Wien, denn dann findet wieder der berühmte Opernball statt.
Adam Rippon verrät Geheimnisse

Sex-Abenteuer unter Olympioniken

Der schwule Ex-Eiskunstläufer Adam Rippon plauderte jetzt Details über Sex im Olympischen Dorf und einen exorbitanten Kondomverbrauch aus.