Direkt zum Inhalt
Schweizer Tennisprofi Mika Brunold outet sich als schwul

Angst vor Nicht-Akzeptanz Schweizer Tennisprofi Mika Brunold outet sich als schwul

tb - 01.12.2025 - 14:30 Uhr
Loading audio player...

Mit 21 Jahren entscheidet sich das Schweizer Tennis-Talent Mika Brunold für einen öffentlichen Schritt, der weit über Sport hinaus strahlt: In einem emotionalen Instagram-Post teilt der Baselbieter Profi offen mit, dass er schwul ist. Die Resonanz auf seine Offenheit ist bemerkenswert, nicht nur in der Schweizer Tennis-Community, sondern in weiten Teilen der Sportwelt und der Gesellschaft.

 

Offenes Bekenntnis im Profisport

Im Spitzensport ist das Coming-out von Athletinnen und Athleten nach wie vor keine Selbstverständlichkeit. Laut Umfragen fühlen sich viele Sportlerinnen und Sportler, die zur LGBTIQ+-Community gehören, durch soziale oder strukturelle Hürden daran gehindert, ihr Privatleben offenzulegen. Mika Brunold, aktuell die Nummer 307 der Weltrangliste, nimmt damit eine Vorbildfunktion ein. Er spricht von Ängsten und Unsicherheiten, aber auch von Stolz und Selbstannahme. Besonders betont er, wie schwer es fällt, mit der Angst vor Ablehnung umzugehen und wie wichtig Ehrlichkeit zu sich selbst ist.

 

Schub für Vielfalt und Akzeptanz

Brunolds Outing ist nicht nur ein persönlicher Befreiungsschlag, sondern auch ein Signal an den internationalen Tennissport. Denn obwohl die Akzeptanz für queere Sportlerinnen und Sportler global wächst, outen sich nach wie vor vergleichsweise wenige aktiv Spielende am Anfang oder während ihrer Profikarriere. Unterstützung erfährt Brunold von prominenten Kolleginnen und Kollegen wie Viktorija Golubic und Stan Wawrinka. In verschiedenen Sportarten zeigt sich, dass jedes öffentliche Coming-out junge Menschen ermutigt, zu ihrer Identität zu stehen, Zahlen aus mehreren Studien bestätigen sogar bessere psychische Gesundheit bei Betroffenen nach einem offenen Umgang.

„Ich denke: In einer perfekten Welt, wäre es gar nicht nötig, sich zu outen.“— Mika Brunold, Instagram 2025

 

Weichenstellung für mehr Sichtbarkeit

Dass Brunold diesen Schritt wagt, ist auch ein Fingerzeig an Verbände und Vereine, nachhaltig für inklusive Strukturen zu sorgen. Es gilt, die Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Athletinnen und -Athleten auf und neben dem Platz zu stärken. Die Schweizer Sportlandschaft hat hier in den letzten Jahren zwar Fortschritte erzielt, doch Initiativen für mehr Diversität im Sport werden weiterhin gebraucht. Ob Brunolds Beispiel weitere Profis zum offenen Umgang mit ihrer sexuellen Identität motiviert, bleibt abzuwarten. Klar ist: Sein Coming-out markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu mehr Offenheit und Gleichberechtigung, nicht nur im Tennis, sondern im gesamten Leistungssport.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Keine Social-Media-Statements

Frühe Krise seit März 2026

Tommaso Zorzi und Alex Di Giorgio haben sich nach einer Phase tiefer Beziehungskrise voneinander getrennt.
Sex mit anderen Freizeitspaß

Abgrenzung von Polyamorie

US-Comedian Joel Kim Booster beschreibt seine Beziehung mit Ehemann John Michael Sudsina als offen.
Social Media reagiert gelassen

Queere Fans zeigen Humor

Noah Schnapp lässt das Netz Kopf stehen: „Stranger Things“-Star faked Beziehung – und alle fallen darauf rein, auch SCHWULISSIMO!
Fans feiern Vorbildfunktion

Drei Jahre nach dem Coming-out

Noah Schnapp hat via Instagram das große Geheimnis gelüftet und seine erste feste Beziehung öffentlich gemacht.
Will sie auch auf Leinwand?

"Call Me By Your Name"-Begeisterung

Reality-Star Kylie Jenner hat ihre Liebe für die queere Filmrolle von Freund Timothée Chalamet in "Call Me By Your Name" gestanden.
Schauspieler Bradley Riches

Hochzeit und Trauerfall zusammen

Schauspieler Bradley Riches (Heartstopper) betrauert seine verstorbene Großmutter kurz vor der Hochzeit mit seinem Verlobten.
Gerüchte um Zayn Malik

Ist One Direction-Sänger schwul?

Neue Gerüchte ober die Homosexualität von Ex-One-Direction Sänger Zayn Malik. Dieser dementierte jetzt - und nimmt es professionell.
Lucy feiert Geburtstag

Große Feier zum 50. Ehrentag

No Angels-Sängerin Lucy Diakovska wird heute 50 Jahre alt und hat neue Lebenspläne: Sie will Bürgermeisterin in Bulgarien werden.
Queere Fans fordern Klarheit

Schwules Pärchen sorgt für Furore

Nachdem Vitor auf TikTok gepostet hatte, dass sein Freund angeblich fremdgeht, entpuppte sich der mutmaßliche Betrüger als dessen Zwillingsbruder.