Sex mit anderen Freizeitspaß Joel Kim Booster: Klare Regeln für Offene Ehe
Der US-Comedian Joel Kim Booster ("Scrubs") sorgt in den USA für Schlagzeilen, weil er ungewöhnlich offen über die Regeln seiner Ehe spricht: Booster beschreibt seine Beziehung mit Ehemann John Michael Sudsina als offen und betont, dass Sex mit anderen für ihn reiner Freizeitspaß bleibt. Was seine Offenbartheit besonders pikant macht: Booster grenzt sich explizit von Polyamorie ab und rückt mit lakonischem Witz die oft verschwiegene Praxis vieler queerer Paare ins Rampenlicht.
Das Wichtigste im Überblick
- Joel Kim Booster ist mit John Michael Sudsina verheiratet und lebt einer offenen Beziehung.
- Booster betont, dass sein Sex außerhalb keine Gefühle beinhaltet und rein „recreational“ ist.
- In Interviews spricht Booster offen über Körperideale und den hohen Druck in der schwulen Szene, attraktiv zu sein.
- Der Comedian will mit seiner Ehrlichkeit stereotype Erwartungen an homosexuelle Beziehungen infrage stellen.
Nicht-monogamer Alltag: Regeln statt Tabus
Joel Kim Booster räumt in einer Unterhaltung mit GQ damit auf, Treue als einziges Beziehungsmodell darzustellen. In seiner Ehe steht klar fest, dass Liebe und emotionale Intimität nur mit seinem Mann geteilt werden. Sexuelle Kontakte zu anderen Männern sind hingegen explizit erlaubt – so lange sie gefühllos bleiben. Booster dreht dabei mit Humor und schonungsloser Selbstironie den Spieß um: „Wir sind nicht polyamourös – der Sex außerhalb meiner Beziehung ist reine Freizeitgestaltung.“ Diese Offenheit stößt nicht überall auf Zustimmung, wie hitzige Kommentare zeigen. Doch Booster bleibt gelassen und hebt hervor, wie befreiend klare Absprachen für ihn sind.
Schönheit, Druck und schwule Körperideale
Im gleichen Atemzug spricht Joel Kim Booster offen über den enormen Druck, den Körperideale in der schwulen Community erzeugen. Seiner Ansicht nach geht es bei „Casual Sex“ mit Fremden vor allem ums Aussehen – Männer seien kritischer als andere Gruppen. Während er privat geliebt werde, „weil ich bin, wie ich bin“, denkt er beim Anbandeln mit Unbekannten laut über seinen Look nach. Booster überspitzt: „Bei Heteros zählt angeblich das Gesamtpaket, aber schwule Männer sind beim Sex gnadenlos ehrlich gegenüber Bauch, Brust und Bizeps.“ Mit seiner Mischung aus Ironie und Ehrlichkeit konfrontiert er gängige Szenenklischees, die sonst lieber unter den Teppich gekehrt werden.
Bedeutung für queere Sichtbarkeit
Joel Kim Booster zeigt mit seinen Statements, dass es längst nicht mehr nur um Sichtbarkeit, sondern auch um Vielfalt in queeren Beziehungen geht. Seine Ausführungen enttabuisieren nicht nur das Thema Sex außerhalb der Ehe, sondern stellen auch die Mär von einer universellen schwulen Liebe infrage. Dass ein Prominenter wie Booster öffentlich ausspricht, was viele längst privat leben, sorgt für Gesprächsstoff und gibt anderen Paaren Rückenwind, ihr eigenes Modell zu finden.
„Mein Mann liebt mich aus vielen Gründen – und nicht nur, weil ich so aussehe, wie ich aussehe.“
Schaulust, Shitstorm und Ironie: Die nächste Runde?
Mit seinem lockeren Geständnis bringt Joel Kim Booster frischen Wind in die Debatte um moderne Beziehungen. Ob sein Beispiel zum Trendsetter wird oder einfach typische US-Celebrity-Exzentrik bleibt, steht noch in den Sternen. Sicher ist: Booster will keine Tabus – und hat damit ganz nebenbei das monotone Bild von Hollywood-Romanzen kräftig aufgemischt.