Popsängerin Jade sagt Danke Ohne schwule Fans hätte sie keine Karriere gemacht
Die britische Sängerin Jade hat in einem neuen Podcast über den Einfluss der LGBTIQ+-Community auf ihre Karriere gesprochen und erklärt, dass sie „einen großen Teil“ ihres Erfolgs ihren schwulen Fans, Freunden und Kollaborateuren verdankt.
Erst Girlie-Band, dann Solo-Karriere
Die 33-jährige Sängerin, die als Mitglied der BRIT-Award-prämierten Girlgroup „Little Mix“ bekannt wurde, war der erste Gast im neuen Podcast „By The Way… With Harriet Rose“. In der Episode sprach die Musikerin über ihre Arbeit als Ally, ihre Bereitschaft, sich für soziale Themen einzusetzen, und die Rolle, die homosexuelle Menschen in ihrer Karriere gespielt haben.
Jade, mit bürgerlichem Namen Jade Thirlwall, erlangte 2011 große Bekanntheit, als „Little Mix“ die Castingshow The X Factor gewann. Gemeinsam mit Perrie Edwards, Leigh-Anne Pinnock und Jesy Nelson feierte die Gruppe zahlreiche Erfolge, darunter mehrere Nummer-Eins-Singles im Vereinigten Königreich und BRIT Awards. 2022 legte die Band eine Pause ein, und jedes Mitglied verfolgte eigene Solo-Projekte. Seitdem Jade ihre Solo-Karriere gestartet hat, erreichte sie mit ihrer Debütsingle „Angel of My Dreams“ die UK-Top 10, veröffentlichte das Album „That’s Showbiz Baby!“ und gewann unter anderem einen BRIT Award sowie den Titel „Musikerin des Jahres“.
Erfolg dank Community
Im Gespräch mit der Moderatorin Harriet Rose betonte Jade jetzt die Bedeutung ihrer schwulen Fanbase. Auf die Frage, was diese Verbindung für sie bedeute, sagte sie: „Es bedeutet mir alles. Ich denke, egal ob als Ally oder persönlich, ich würde sagen, dass 80 Prozent meines Erfolgs den Schwulen zu verdanken sind. Nicht nur aus einer Fan-Perspektive heraus, sondern auch in meinem Team, den Leuten, mit denen ich aufgewachsen bin, den Menschen in meinem Leben, als ich nach London gezogen bin, meinen engen Freunden. Die Mehrheit dieser Leute gehört auf irgendeine Weise zur LGBTIQ+-Community und sie haben mich buchstäblich zu dem gemacht, was ich heute bin. Sie haben mich zu einer besseren Person gemacht. Sie haben mir so viel beigebracht. Sie haben mich zu einer besseren Künstlerin gemacht. Ich wäre heute nicht da, wo ich bin, wenn es nicht Menschen aus dieser Community gegeben hätte. Auch ohne den Ally-Aspekt, ich schulde ihnen so viel.“
Leben als Außenseiter
Jade, die sich seit langem für die Rechte der LGBTIQ+-Community einsetzt und weithin als Ally anerkannt ist, nutzt regelmäßig ihre Plattform, um sich zu Themen zu äußern, die marginalisierte Gruppen betreffen. Über ihren Impuls, sich für andere einzusetzen, sagte sie weiter: „Ich äußere mich oft, wenn ich denke, dass etwas nicht richtig ist oder wenn ich jemanden sehe, der einen Ally braucht, in welcher Form auch immer, nicht nur in Bezug auf die Community, sondern in jedem Fall. Ich denke, ich war schon immer der Typ, der sich äußert, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt. Und du weißt, das hat manchmal Konsequenzen, aber ich ziehe es vor, das zu tun, anstatt nichts zu sagen.“
Sie verband darüber hinaus ihre Haltung auch mit ihren eigenen Erfahrungen als „anders wahrgenommene Person“ und betonte: „Ich denke, wenn man als Minderheit aufgewachsen ist, versteht man dieses Gefühl, ob es nun das Gefühl ist, ein Außenseiter zu sein oder anders behandelt zu werden. Man weiß, wie sich das anfühlt, und man würde das niemandem wünschen. Ob es nun um meine schwulen Fans geht oder die trans* Community, ich denke, diese Erfahrungen haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin.“