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Nach Hundeentführung Mann, der auf Lady Gagas Hundesitter schoss, verurteilt

Von co - 13.12.2022 - 16:45 Uhr
Mann, der auf Lady Gagas Hundesitter schoss, verurteilt
Foto: © Independent Photo Agency Int.
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Anfang 2022 wurden zwei von Lady Gagas französischen Bulldoggen beim Gassigehen entführt. Der schwule Hundeausführer Ryan Fischer wurde dabei angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Jetzt wurde der Mann, der auf den Hundesitter schoss, zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt.

Das geschah

Am 24. Februar 2022 führte Fischer Lady Gagas drei französische Bulldoggen aus. Dabei wurde er zunächst von einem Fahrzeug verfolgt, das die Lage auskundschaftete. Schließlich sprangen zwei Männer aus dem Fahrzeug und griffen Fischer an: Er wurde gewürgt und geschlagen, als er sich gegen die Angreifer wehrte. Einer der Männer schoss dem Hundesitter schließlich viermal mit einer 40-Kaliber-Handfeuerwaffe in die Brust. Zwei der Hunde, Koji und Gustav, wurden von den Angreifern entführt. Fischer wurde schwer verletzt, überlebte den Angriff jedoch. 

Von Schreien alarmiert

„Oh mein Gott! Oh mein Gott, helfen Sie mir“, schrie Fischer, noch bevor der Wagen der Täter davonbrauste. Man habe ihm in Herz und Lungen geschossen und zwei Hunde seien entführt worden. Ortsansässige kamen ihm zur Hilfe. „Wir hörten markerschütternde Schreie“, so Nachbarin Rachel Mason gegenüber CNN. „Und dann, innerhalb von etwa einer Minute, ertönte ein Schuss. Wir gingen sofort in Deckung, rannten ins Haus und riefen den Notruf.“ Polizei und Rettungskräfte fanden Fischer blutend auf dem Boden vor. „Ich wusste nicht, ob er noch lebte oder schon tot war. [Er] wurde auf die Bahre gelegt und in den Krankenwagen gebracht.“

Von Belohnung gelockt

Lady Gaga schrieb eine Belohnung über 500.000 US-Dollar für ihre entführten Hunde aus. Daraufhin brachte Jennifer McBride die beiden gestohlenen Hunde zur Polizei. Sie behauptete, die Tiere angebunden vorgefunden zu haben und fragte nach der von Lady Gaga versprochenen Belohnung. Die Polizei verhaftete die Frau. Es stellte sich schließlich heraus, dass sie mit Whites Vater liiert war.

Die Angeklagten

Insgesamt wurden fünf Personen wegen des Vorfalls angeklagt, unter anderem wegen versuchten Mordes, Verschwörung zum Raub und Raub zweiten Grades. – zwei von ihnen nachträglich als Mitwissende. Drei Männer, unter ihnen der nun Verurteilte, fuhren am besagten Tag auf der Suche nach Bulldoggen durch Los Angeles – wohl um die wertvollen Zuchttiere gewinnbringend zu verkaufen. Der 20-jährige Jaylin White wurde Anfang des Jahres zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er zugegeben hatte, dass ein Mitglied der Gruppe zum Überfall eine Waffe dabei gehabt hatte. Mitwisser Harold White bestritt nicht, als Ex-Sträfling eine Schusswaffe besessen zu haben. Er wird nächstes Jahr verurteilt.

Über den Verurteilten

Der 20-jährige James Howard Jackson wurde im April wegen eines „Verwaltungsfehlers“ frühzeitig aus dem Gewahrsam entlassen: Eine Anklage der Staatsanwaltschaft, die das Verfahren gegen ihn eigentlich beschleunigen sollte, nutzte eine neue Fallnummer (SCHWULISSIMO berichtete). Im August konnte die Polizei ihn wieder aufspüren und erneut verhaften. Jetzt bestritt Jackson den Vorwurf des versuchten Mordes laut CNN nicht und „gab den Vorwurf der schweren Körperverletzung zu“ und dass man Fischer unprovoziert angegriffen habe. „Die Einigung zieht Mr. Jackson für eine kaltherzige Gewalttat zur Rechenschaft und verschafft unserem Opfer Gerechtigkeit“, so die Staatsanwaltschaft.

Sie war in Rom

Als ihre Hunde entführt wurden, befand sich Lady Gaga gerade bei einem Dreh in Rom. Laut Web.de handelte es sich um Dreharbeiten für den Film „Gucci“ von Regisseur Ridley Scott. Im Film spielt die Sängerin die Rolle der Patrizia Reggiani. Sie ist die Ex-Frau von Maurizio Gucci, die nach dem Mord an ihm im Jahr 1995 verurteilt wurde, weil sie damit zu tun gehabt haben soll.

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