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Madonna gegen Streaming-Trends
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Madonna gegen Streaming-Trends Neues Album "Confessions II" mit Haltung

ms - 16.07.2026 - 13:30 Uhr
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Madonna hat bei der Produktion ihres neuen Albums „Confessions II“ nach Angaben ihres langjährigen Wegbegleiters und Produzenten Stuart Price bewusst gegen aktuelle Entwicklungen der Musikindustrie gearbeitet. Eine musikalische Kampfansage an Streaming-Gewohnheiten.

Das Wichtigste im Überblick

  • Produzent Stuart Price sagt, Madonna habe mit „Confessions II“ bewusst gegen aktuelle Streaming-Gewohnheiten gearbeitet.
  • Das Album wurde als durchgehender Mix gestaltet und nicht als Sammlung einzelner Songs.
  • Price und Madonna wollten damit ein intensiveres Gefühl von Verbindung und Clubkultur vermitteln.
  • „Confessions II“ vereint das Duo mehr als 20 Jahre nach dem Erfolgsalbum „Confessions on a Dance Floor“ erneut.
  • Das Album erreichte in Großbritannien und den USA Platz eins der Charts, in Deutschland Platz zwei. 

Zeichen gegen Streaming-Kultur

In einem Interview erklärte der Produzent, dass er und die Pop-Ikone sich gegen den zunehmenden Fokus auf einzelne, kurze Streaming-Songs entschieden hätten. Stattdessen entstand ein Album, das als durchgehendes musikalisches Erlebnis funktioniert. „Eine Beobachtung, die wir über diese Ära der Musik gemacht haben, ist, dass digitale Streaming-Plattformen (DSPs) einen mehr oder weniger dazu zwingen, einzelne Songs zu produzieren“, so Price. „Dein Song kann zweieinhalb Minuten lang sein und dann muss er aufhören. Der nächste Song ist zweieinhalb Minuten lang und dann muss er aufhören.“

Nach Angaben von Price wollten Madonna und er bewusst einen anderen Weg einschlagen und die Hörer nicht nur einzelne Titel, sondern eine zusammenhängende Reise erleben lassen. „Wir wollten gegen den Strom schwimmen. Ein Teil des Grundes, warum wir ein durchgehend gemischtes Album gemacht haben, ist, dass es gewissermaßen gegen die Art und Weise steht, wie DSPs wollen, dass man Musik präsentiert. Madonna war in diesem Sinne schon immer sehr rebellisch, und deshalb passt es für sie, dass die Platte auch als zusammenhängendes Ganzes funktioniert – es widerspricht einfach dem, was erwartet wird.“

Musik als Raum für Verbindung

„Confessions II“ erschien Anfang des Monats und bringt Madonna und Price mehr als 20 Jahre nach ihrer Zusammenarbeit an „Confessions on a Dance Floor“ wieder zusammen. Das 2005 veröffentlichte Dance-Album gewann einen Grammy und brachte bekannte Titel wie „Hung Up“, „Sorry“ und „Jump“ hervor. Die Fortsetzung führt beide erneut zur House-Musik zurück und beschäftigt sich mit Themen wie Identität, Trauer, Spiritualität und menschlicher Verbindung. Das Album wurde von vielen Beobachtern als Madonnas stärkstes Werk seit zwei Jahrzehnten bezeichnet.

Price erklärte, die Form des Albums sei eng mit seiner inhaltlichen Botschaft verbunden. „Eine der Sachen, die wir bei dieser Platte unbedingt erschaffen wollten, war dieses intensive Gefühl der Verbindung – das, was Clubs ausmacht, warum sie wichtig sind, wie sie Menschen ermöglichen, sich auszudrücken und wie sie Menschen erlauben, neue Menschen kennenzulernen. Letztendlich sind sie sehr befreiende Räume.“ Für Madonna und Price sei die Clubkultur damit nicht nur musikalischer Hintergrund, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und persönliche Freiheit.

Erfolgreicher Start in den Charts

„Confessions II“ ist bereits ein weiterer Erfolg in Madonnas Karriere. Das Album stieg sowohl in Großbritannien als auch in den USA auf Platz eins der Charts ein. In Deutschland kam das Album sofort auf Platz 2 hinter „Aussenseiter Spitzenreiter“ von Finch.  Neben Stuart Price arbeitete Madonna mit mehreren weiteren Künstlerinnen und Künstlern zusammen. Dazu gehören Sabrina Carpenter auf der ersten Single „Bring Your Love“, Martin Garrix, Feid und Stromae. Auch Madonnas Tochter Lola Leon ist auf dem Album vertreten. 

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