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Krimi-Laune bei Jodie Foster Mit Französisch als Filmsprache wurde sie ein "völlig anderer Mensch"

Von ms - 10.04.2026 - 12:00 Uhr
Krimi-Laune bei Jodie Foster
Foto: IMAGO / Landmark Media
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In „Paris Murder Mystery“ spricht Jodie Foster erstmals in einer Hauptrolle auf Französisch und entdeckt dabei neue Facetten ihrer Schauspielkunst. Der Film ist eine Mischung aus Krimi, Komödie und einer Auseinandersetzung mit einem jüdischen Familientrauma. Die 63-jährige US-Amerikanerin spielt Lilian Steiner, eine US-Psychiaterin in Paris, die nach dem mysteriösen Tod ihrer Patientin beginnt, Nachforschungen anzustellen. Ihre Reise zur Aufklärung wird zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit ihrem Leben.

Das Wichtigste im Überblick

  • Erster französischer Film mit Jodie Foster in der Hauptrolle: „Paris Murder Mystery“ ist ein Thriller mit humorvollen Elementen und einer starken Charakterstudie.
  • Handlung: Foster spielt eine Psychiaterin, deren Leben nach dem rätselhaften Tod ihrer Patientin aus den Fugen gerät.
  • Filmthemen: Der Film behandelt Psychoanalyse, Mutterschaft und die komplexen Beziehungen zwischen Menschen.
  • Schauspielerin: Jodie Foster nutzt ihre Französischkenntnisse, um eine facettenreiche Rolle zu spielen, die sie sowohl verletzlich als auch stark zeigt.
  • Kinostart: Der Film kommt am 16. April 2026 in die Kinos.

„Völlig anderer Mensch“

Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erklärt Foster, dass sie sich beim Sprechen von Französisch anders gefühlt habe: „Ich bin ein völlig anderer Mensch auf Französisch“. Diese Veränderung, so Foster, verleihe ihrer Figur eine besondere Tiefe, da sie als Psychiaterin zu Beginn des Films hinter einer Maske aus Analyse und Distanz agiert. Doch nach dem Tod ihrer Patientin wird diese Fassade brüchig. Ihre Nachforschungen führen sie zu einem dramatischen Wendepunkt, als sie in der Hypnose mit tief verborgenen Erinnerungen konfrontiert wird – darunter eine angebliche Liebesbeziehung zu ihrer verstorbenen Patientin.

Foster selbst sagt, dass sie das Drehbuch von Rebecca Zlotowski „wunderschön“ fand und schon lange einen Film auf Französisch drehen wollte. Besonders reizvoll sei für sie die Herausforderung gewesen, die vielen Dialoge in einer Fremdsprache zu meistern. Ein zentrales Thema des Films ist auch der Blick auf Mutterschaft, das auch Foster aus eigener Erfahrung kennt. Ihre Figur zeigt ambivalente Gefühle gegenüber ihrem Sohn – ein Thema, das ihr persönlich am Herzen liegt. „Ich würde am liebsten am Muttertag ein Filmfestival zu diesem Thema veranstalten“, so Foster. 

Perfekte Bühne für Foster

Der Titel „Paris Murder Mystery“ unterstreicht die komödiantischen Elemente des Films, die an Woody Allens Klassiker „Manhattan Murder Mystery“ von 1993 erinnern. Wie in diesem Film glänzen die Hauptfiguren als Amateurdetektive. In „Paris Murder Mystery“ übernimmt Jodie Foster diese Rolle und wird von Regisseurin Rebecca Zlotowski („Ein leichtes Mädchen“) mit einer Bühne ausgestattet, auf der sie ihr außergewöhnliches Französisch sowie ihren natürlichen Charme einbringen kann.

Obwohl der Film eine ideale Gelegenheit für Jodie Foster bietet, in einer Hauptrolle zu glänzen, sorgt die vielschichtige Erzählweise von Zlotowski glücklicherweise dafür, dass „Paris Murder Mystery“ nicht zu einem reinen Starvehikel wird. Zlotowski, die den Film auch mitverfasste, setzt in der Geschichte viele Elemente, Figuren und Tonalitäten ein – ob das allen gefällt, bleibt abzuwarten. Für manchen Zuschauer könnte der Genre-Mix vielleicht zu viel sein. Am Ende bleibt die Frage, was der Film eigentlich ist: eine Krimikomödie, ein Drama oder doch ein Thriller? „Paris Murder Mystery“ läuft ab dem 16. April 2026 in den Kinos. 

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