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Ikkimel polarisiert im ZDF

Ikkimel polarisiert im ZDF Publikum und Netz diskutieren Performance im MOMA

ms - 08.07.2026 - 08:30 Uhr
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Ein Auftritt von Rapperin Ikkimel im ZDF-"Morgenmagazin" hat für zahlreiche Reaktionen gesorgt. Die 29-Jährige präsentierte am Montag ihren Song „Fußballmänner“ und löste damit sowohl im Studio als auch in den sozialen Medien eine kontroverse Debatte aus. Die queerfeministische Musikerin, die seit Längerem für provokante Texte bekannt ist, trug unter anderem die Zeilen „Fußballmänner, alles Penner. Bierbauch, Bratwurst, leckerschmecker“ sowie „Lattenkracher, Mertesacker, Tiki-Taka in 'nem Tanga“ vor.

Das Wichtigste im Überblick

  • Rapperin Ikkimel trat mit ihrem Song „Fußballmänner“ im ZDF-„Morgenmagazin“ auf.
  • Während der Performance reagierte das Studiopublikum überwiegend zurückhaltend.
  • Moderator Andreas Wunn ordnete den Song als „Provokation und Kunst“ ein.
  • In den sozialen Medien wurde der Auftritt kontrovers diskutiert.
  • Prominente wie Micky Beisenherz und Louis Klamroth kommentierten den TV-Moment.
  • Neben Kritik am Auftritt gab es auch Kritik an der Einordnung durch die Moderation.

Verhaltene Reaktion des Publikums

Während der Darbietung fiel die Reaktion des Studiopublikums auffallend verhalten aus. Mehrere Zuschauer blickten nach unten oder ins Leere, andere wirkten irritiert und schauten in Richtung Bühne. Ikkimel selbst lachte während ihres Auftritts mehrfach. Auch nach dem Ende des Songs blieb der Applaus vergleichsweise zurückhaltend. Moderator Andreas Wunn sagte anschließend: „Liebe Fußballmänner, nicht beleidigt sein. Das ist Provokation und Kunst und trifft gerade so richtig einen Nerv bei der Gen Z.“ Ikkimel verabschiedete sich mit den Worten: „Danke 'Moma', wir freuen uns auf die Frauen-WM nächstes Jahr.“

Im Anschluss entwickelte sich der Fernsehauftritt zu einem viel diskutierten Thema in den sozialen Medien. Moderator Micky Beisenherz veröffentlichte auf Instagram einen Ausschnitt der Sendung und kommentierte: „Das ist von solch grotesker Komik!“ Zudem bezeichnete er den Auftritt als „Hurz 3.0“ – eine Anspielung auf den bekannten TV-Streich von Hape Kerkeling. Auch Moderator Louis Klamroth äußerte sich zu dem Video und schrieb: „Das ist sehr sehr lustig.“

Schlecht Show oder doch kultig?

Unter weiteren Reaktionen fanden sich sowohl spöttische als auch kritische Kommentare. So hieß es unter anderem: „Wirkt aber auch so, als würde Ikkimel sich selbst fragen, was sie da macht. Wann 'Fernsehgarten'?“ Ein anderer Nutzer schrieb: „Ist wie ein Unfall auf der A40. Man will nicht gucken, der Blick bleibt aber dennoch vor Entsetzen hängen.“ Auf der Plattform X fiel das Urteil zahlreicher Nutzer ebenfalls kritisch aus. Ein User bezeichnete den Auftritt als „unglaublich schlecht, kleinstädtisch und uncool“. Mehrere Nutzer hinterfragten einmal mehr, warum dafür GEZ-Gebühren bezahlt werden müssten. 

Andere richteten ihre Kritik dagegen nicht an die Künstlerin, sondern an die Moderation der Sendung. In einem Beitrag hieß es: „Typisch, was nach Ikkimels Auftritt bei 'Moma' passiert. Der Moderator hat nichts Besseres zu tun, als die 'Fußballer' vorsorglich zu beschwichtigen: Nehmt es nicht persönlich, das ist alles nur Provokation. Anstatt die feministische Botschaft des Songs in einen Kontext zu stellen, wird sie als bloße Provokation abgetan. Genau so verwandelt man politische Kunst in einen harmlosen Gag und entzieht ihr jegliche gesellschaftliche Schärfe.“

Ikkimel zählt derzeit zu den auffälligsten Vertreterinnen der deutschsprachigen Rap-Szene und ist für provokante, sexpositive Texte sowie gesellschaftskritische Botschaften bekannt. Ihre Musik wird häufig als queerfeministisch eingeordnet, weil sie traditionelle Geschlechterrollen hinterfragt, weibliche und queere Selbstbestimmung thematisiert und mit Rollenklischees sowie patriarchalen Vorstellungen bewusst bricht.

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