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Hayley Kiyoko im Kino Große Leinwand für große lesbische Liebesgeschichte

Von ms - 22.06.2026 - 14:00 Uhr
Hayley Kiyoko im Kino
Foto: IMAGO / Image Press Agency
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Hayley Kiyoko hat jetzt über die Wirkung von „Girls Like Girls“ und die lange Entstehungsgeschichte ihres gleichnamigen Filmprojekts erzählt, das ursprünglich als Song begann und sich über ein Musikvideo und eine Buchreihe schließlich zu einer Kinoproduktion entwickelt hat.

Das Wichtigste im Überblick

  • Hayley Kiyoko hat „Girls Like Girls“ über mehr als zehn Jahre als Song, Buch und Film entwickelt
  • Die Geschichte handelt von einer ersten lesbischen Liebe zwischen zwei Teenagerinnen
  • Kiyoko betont die Bedeutung von Repräsentation und sicheren queeren Erzählräumen
  • Der Film basiert auf persönlichen Erfahrungen und früheren kreativen Ideen der Musikerin
  • Im Zentrum stehen subtile Momente jugendlicher Verliebtheit und Unsicherheit

Ein Projekt über zehn Jahre 

Die Geschichte folgt der Teenagerin Coley, die in einer kleinen Stadt in Oregon auf die charismatische Sonya trifft und sich in sie verliebt, während beide ihre eigene sexuelle Identität noch erkunden. Das entstehende Beziehungsgefüge wird zusätzlich dadurch verkompliziert, dass Sonya einen Freund hat. Kiyoko beschreibt das Projekt als über viele Jahre gewachsene Arbeit. Aus einem 2015 veröffentlichten Song entstand zunächst ein Musikvideo mit inzwischen über 163 Millionen Aufrufen, später eine Buchreihe und schließlich der Kinofilm. Sie betont, dass nur wenige queere Geschichten eine solche Entwicklung über einen so langen Zeitraum durchlaufen können. „Es fühlt sich unglaublich besonders an, dass sie uns erlaubt haben, den Film während des Pride-Monats zu veröffentlichen. Es ist ein Sommerfilm. Wir haben einen Kinostart. Dieser Sommer gehört den Gays.“ 

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist für Kiyoko die Frage der Repräsentation. Sie erklärt, dass es für sie selbst in ihrer Jugend kaum vergleichbare Vorbilder gab: „Ich glaube, der Mangel an Repräsentation hat meine Entscheidung, Kunst zu machen, stark geprägt.“ Auch habe sie begonnen, Musik zu schreiben, weil sie „niemanden hatte, mit dem ich über meine Verliebtheiten sprechen konnte“. Viele Elemente des Films greifen laut Kiyoko auf frühere Ideen zurück, die sie bereits als Jugendliche entwickelt hatte. Teile des Soundtracks basieren auf frühen Aufnahmen, darunter ein Sample aus einer alten Demoaufnahme. „Ich konnte die Musik, die ich ursprünglich wollte, nicht bekommen und musste sie deshalb selbst für den Film erschaffen.“

Kommunikation ohne Worte

Im Film stehen insbesondere kleine, alltägliche Momente im Vordergrund: Blicke, Unsicherheiten und kurze Berührungen, die für die Figuren große emotionale Bedeutung bekommen. Kiyoko beschreibt das so: „Es gibt viel Unsicherheit, wenn man jung ist und verliebt. Man denkt: Überinterpretiere ich das? Werde ich verrückt? Dieser Film zeigt dir: Du wirst nicht verrückt. Es existiert.“ Auch die beteiligten Schauspielerinnen betonen diese Wirkung. Myra Molloy hebt hervor: „Das ist das Schönste am Menschsein: Wir kommunizieren so viel ohne Worte.“ Im Kern versteht sich „Girls Like Girls“ als Geschichte über Sichtbarkeit und Anerkennung queerer Erfahrungen. Besonders wichtig sei dabei auch die Repräsentation junger queerer Menschen of Color, die im Mainstream selten im Mittelpunkt stünden. Der Film wolle zeigen, dass diese Erfahrungen real und erzählenswert seien.

Lesbische Girls, schwule Boya 

Die japanisch-stämmige, lesbische Kiyoko betonte zudem, dass queere Geschichten mehr als Andeutungen verdienten: Songs, Bücher, Filme und eigene erzählerische Welten. Seit über einem Jahrzehnt habe sie selbst die „Gay Agenda“ vorangetrieben. Ihr beruflicher Weg führte sie vom Kinderfernsehen über TV-Serien bis hin zum Kino („Insidious 3“) und zur Musik. „Ich habe seit 10 Jahren gepredigt ‚Girls like girls like boys do‘ und es ist Zeit für mich, den Staffelstab an alle anderen weiterzugeben. Ich bin so dankbar, dass ich nie aufgegeben habe. Es gab so viele Momente, in denen ich mich verrückt gefühlt habe, weil ich versucht habe, das Realität werden zu lassen. Meine Community hat weiterhin Hoffnung gegeben, diese Geschichte auf der größtmöglichen Bühne zu erzählen“, so Kiyoko 

Obwohl Kiyoko in ihren frühen 20ern bereits ihr Coming-Out hatte, wurde sie durch ihre Rolle als Stevie in „Die Zauberer vom Waverly Place“ für viele queere Jugendliche zu einem „Gay Awakening“. Trotz nur vier Episoden sprechen Fans noch heute über eine mögliche Beziehung zwischen Stevie und Alex Russo, gespielt von Selena Gomez. „Ich bin so dankbar und fühle mich geehrt, Teil von jemandes Gay Awakening oder generell der queeren Reise zu sein. Ich bin so stolz darauf, lesbisch zu sein – offen, mutig und ohne Entschuldigung. Mein Lebensziel ist es, einen großen sicheren Raum für hoffnungsvolle queere sapphische Liebesgeschichten zu schaffen, egal ob durch Bücher, Filme oder Fernsehen. Ich bin immer für euch da. Wisst einfach, dass ihr nicht allein seid. Menschen lieben euch, und es gibt freundliche, gutherzige Menschen da draußen.“

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