Direkt zum Inhalt
Graham Norton gewinnt Prozess

Graham Norton gewinnt Prozess Meta muss Identität von Fake-News-Autor offenlegen

ms - 18.06.2026 - 15:15 Uhr
Loading audio player...

Der britische schwule Moderator und Komiker Graham Norton (63) hat in den USA einen juristischen Erfolg im Kampf gegen gefälschte Inhalte in sozialen Netzwerken erzielt. Ein Gericht in Kalifornien gab seinem Antrag statt und verpflichtete den Technologiekonzern Meta dazu, Unterlagen herauszugeben, die zur Identifizierung der Person hinter der Facebook-Seite „Westminster Wire“ beitragen könnten.

Das Wichtigste im Überblick

  • Moderator Graham Norton hat vor einem US-Gericht einen Erfolg gegen Meta erzielt.
  • Der Facebook-Konzern muss Informationen herausgeben, die zur Identifizierung eines anonymen Kontobetreibers führen könnten.
  • Norton wirft der Seite „Westminster Wire“ vor, Falschmeldungen und Deepfakes über ihn verbreitet zu haben.
  • Zu den Behauptungen gehörten Berichte über den angeblichen Tod seiner Mutter sowie erfundene Meldungen über seinen Gesundheitszustand.
  • Der Moderator plant nun rechtliche Schritte in Großbritannien gegen die verantwortliche Person.

Graham Norton erzwingt Offenlegung 

Norton hatte das Gericht um Unterstützung gebeten, um die Verantwortlichen für eine Reihe von Beiträgen ausfindig zu machen, die er als verleumderisch und belastend bezeichnet. Die Seite soll wiederholt Falschinformationen über den Moderator verbreitet haben. Nach Angaben der irischen Zeitung Irish Independent wurden dort unter anderem Meldungen veröffentlicht, wonach Nortons Mutter gestorben sei oder der Moderator selbst mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen habe. Darüber hinaus seien KI-generierte Bilder verbreitet worden, die ihm zugeschrieben wurden. Zudem seien ihm angeblich „beleidigende, rassistische oder anderweitig zutiefst anstößige Ansichten und Verhaltensweisen“ unterstellt worden.

„Erhebliche Besorgnis, Belastung und Angst“

Meta fordert grundsätzlich, dass KI-generierte Inhalte entsprechend gekennzeichnet werden. Irreführende oder täuschende KI-Inhalte können nach den Unternehmensrichtlinien entfernt oder sanktioniert werden. Das betreffende Konto könnte demnach gegen die Regeln zu „unauthentischem Verhalten und Fehlinformationen“ verstoßen haben. Vor Gericht schilderte Norton die Auswirkungen der Veröffentlichungen. Die Beiträge hätten bei ihm „erhebliche Besorgnis, Belastung und Angst“ ausgelöst. Besonders belastend sei die Situation für seine Familie gewesen. Der Moderator, der auch als Juror bei „RuPaul’s Drag Race UK“ bekannt ist, erklärte: „Meine 94-jährige Mutter nutzt Facebook und wurde dort mit Berichten über ihren eigenen Tod konfrontiert.“

Falschmeldungen über Norton und seinen Ehemann

Nach Angaben des Moderators musste er wiederholt Freunde und Bekannte darüber aufklären, dass die verbreiteten Berichte frei erfunden seien. Unter anderem seien Meldungen über seinen angeblich schlechten Gesundheitszustand sowie den seines Ehemanns Jonathan McLeod kursiert. Vor Gericht stellte Norton klar, dass er weder im Krankenhaus behandelt worden sei noch die ihm zugeschriebenen Handlungen vorgenommen habe. Ebenso habe er niemals „rassistische, fremdenfeindliche, einwanderungsfeindliche oder anderweitig spaltende und hasserfüllte“ Ansichten vertreten, die ihm durch die Beiträge zugeschrieben worden seien.

Weitere Klage in Großbritannien 

Laut den Gerichtsunterlagen wird die Seite „Westminster Wire“ anonym betrieben und veröffentlicht täglich zahlreiche Beiträge. Genau deshalb möchte Norton die Identität des Betreibers erfahren. Ohne diese Informationen sei er „nicht in der Lage, seine Klage einzureichen oder die dringend benötigte gerichtliche Verfügung zu erwirken, um die fortlaufende Belästigung zu stoppen“, argumentierte er vor Gericht. Nach dem Erfolg in Kalifornien plant Norton nun, vor dem High Court in England gegen die Person hinter dem Konto vorzugehen.

Dabei gehe es auch um seinen beruflichen Ruf. „Mein beruflicher Ruf ist von größter Bedeutung für meine Karriere und meinen Lebensunterhalt. Ich bin auf meinen Ruf als Moderator und öffentliche Person angewiesen, deren Ansichten der Öffentlichkeit, meinen Arbeitgebern und meinen Geschäftspartnern bekannt sind“, sagte Norton. Der Fall gilt als weiteres Beispiel für die zunehmenden rechtlichen Auseinandersetzungen rund um Deepfakes, KI-generierte Falschinformationen und anonyme Desinformationskampagnen in sozialen Netzwerken.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Hochzeitstag bei Buttigiegs

Persönliche Botschaft zum Jahrestag

Mit einem liebevollen Social-Media-Post hat US-Politiker Pete Buttigieg seinen achten Hochzeitstag mit Ehemann Chasten gefeiert.
Matt Rogers´ Liebensleben

Fernbeziehung mit Fraser Olender

Komiker Matt Rogers sprach jetzt erstmals offen über seine Beziehung mit Reality-TV-Star Fraser Olender und die Herausforderungen einer Fernbeziehung.
Lebenszeichen von Lil Nas X

Ehrliche Nachrichten an die Fans

Der schwule US-Musiker Lil Nas X sprach erstmals ausführlich über seine psychische Gesundheit und kündigte zugleich neue Musik an.
Thorsten Schorn und Ehemann

Seltener Paar-Auftritt in Köln

Thorsten Schorn hat sich bei einer Veranstaltung in Köln gemeinsam mit seinem Ehemann gezeigt – ein öffentlicher Auftritt, der nur selten vorkommt.
US-Sängerin Lizzo kämpft

Rückeroberung der eigenen Identität

Mit ihrem neuen Album „Bitch“ setzt Lizzo ein selbstbewusstes Zeichen gegen öffentliche Zuschreibungen und wirbt für mehr Body Positivity.
Neue Absagen der No Angels

Weitere Auftritte wurden gestrichen

Mehrere geplante Sommerkonzerte der No Angels fallen jetzt erneut aus – diesmal wegen organisatorischer Probleme auf Veranstalterseite.
Heartstopper Forever

Erster Trailer des großen Finales

Fans sind zu Tränen gerührt: Der neue Trailer zu „Heartstopper Forever“ zeigt Nick und Charlie vor ihrer bislang größten Bewährungsprobe.
Martin vor Deutschland-Show

Betonung von Lebensfreude und Tanz

Mit Musik, Bewegung und Offenheit will Ricky Martin seinem Publikum in Deutschland für einige Stunden eine Auszeit vom Alltag schenken.
Neuer Blick auf Simon Rex

Debatte über Pornovergangenheit

Schauspieler Simon Rex wird erneut mit seiner Vergangenheit in der Adultbranche konfrontiert – viele halten die wiederkehrende Debatte für überholt.