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Drag-Parodie: Jörg Dahlmanns Konter auf Kritik an Homophobie

Fußballexperte parodiert Drag Drag-Parodie: Jörg Dahlmanns Konter auf Kritik an Homophobie

tb - 11.11.2025 - 20:30 Uhr
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Fußballkommentator im Drag: "Dschungelcamp“-Teilnehmer Jörg Dahlmann schlägt nach Büßen-Schelte zurück – Olivia Jones kontert scharf.

 

Wenn das Promi-Büßen zur Dragshow wird

Das Trash-TV liefert mal wieder Stoff für hitzige Debatten und schräge Aufreger: Nachdem Jörg Dahlmann wegen homosexuellenfeindlicher Sprüche in die Kritik geraten war, hat ihn Dragqueen und Moderatorin Olivia Jones bei „Das große Promi-Büßen“ öffentlich gerügt. Doch damit wollte sich der sonst eher an Lederbällen als an Lippenstiften interessierte Ex-Fußballkommentator offensichtlich nicht abfinden. Statt die Kritik vor dem Schiedsrichter des Boulevards zu akzeptieren, zieht Dahlmann nun mit einer Instagram-Parodie im trashigen Fummel gegen Jones zu Felde – stilecht mit kurioser Schminke und unbeholfener Parodie queerer Sprache. Die Netzgemeinde kann sich vor Kopfschütteln kaum retten.

 

Altes Thema, neuer Zoff: Homophobie-Vorwürfe und Gender-Debatte

Doch worum ging es eigentlich bei Dahlmanns öffentlicher Abreibung? Die Diskussion startete schon Anfang des Jahres im „Dschungelcamp“, als Dahlmann sich nach einer Frage einer Mitcamperin gekränkt zeigte, ob er eventuell schwul sei. Seine Erwiderung: „Ich rede mit dir drei Tage nicht mehr, nachdem du gesagt hast, ich bin schwul. Ich bin zu 100 Prozent heterosexuell!“ Bei Jones klingelten daraufhin sämtliche Alarmglocken. Sie machte ihm im Fernsehen unmissverständlich klar, dass solche Reflexe längst in den Giftschrank des letzten Jahrhunderts gehören.

Und das war nur der Anfang. In der ProSieben-Show geriet auch Dahlmanns Einstellung zur gendergerechten Sprache ins Visier. Mit seiner Meinung, das Gendern sei eine „Zwangsjacke“, stieß er bei Olivia Jones auf Granit. Die Dragqueen konterte gelassen mit einem Plädoyer für Respekt und Höflichkeit im Umgang mit Sprache, zumal der Anteil queerer Menschen in Deutschland laut aktuellen Statistiken weiterhin steigt und gesellschaftliche Teilhabe immer selbstverständlicher wird.

 

Wenn der Konter zur Realsatire wird

Doch Jörg Dahlmann wäre nicht er selbst, wenn er sich eine Antwort verkneifen würde. Mit Verve und einer Portion Selbstironie postete er ein Video auf Instagram, in dem er Olivia Jones – verkleidet im Drag-Stil – parodiert. Neben bissigen Seitenhieben wegen seiner Kommentar-Aussetzer (Stichwort „Land der Sushis“) richtet er den Fokus gezielt auf angebliche Doppelmoral: Jones habe selbst eine zumindest fragwürdige Bemerkung gemacht. Der Sender ProSieben und Jones selbst schweigen bisher auffällig zu der Behauptung, was die Gerüchteküche mächtig brodeln lässt.

Die Couchrichterinnen und Couchrichter im Netz spalten sich – während manche Dahlmann Tapferkeit im humorvollen Umgang mit Kritik attestieren, werfen ihm andere mangelndes Fingerspitzengefühl und uneinsichtige Überheblichkeit vor. Gerade in einer Zeit, in der Akzeptanzthemen auch Fernsehdebatten prägen, ist ein solcher Auftritt vorsichtig gesagt unmodern.

 

Stimmen aus der Community: "Worte können verletzen"

Mit ihrem messerscharfen Kommentar erinnerte Olivia Jones in der Sendung:

„Worte können die Welt verändern oder verletzen.“
— Olivia Jones, Dragqueen und Moderatorin

Expertinnen und Experten sowie queere Verbände betonen seit Langem: Gerade öffentliche Persönlichkeiten prägen mit ihrem Verhalten und ihren Aussagen das Klima der Gesellschaft entscheidend. Nach aktuellen Zahlen erleben LGBTQIA+-Menschen in Deutschland wieder vermehrt diskriminierende Übergriffe – auch, weil Vorbilder für Toleranz fehlen oder sich verteidigen müssen, wie eine neue Analyse zeigt.

 

Wie geht’s weiter? Klappe, die nächste Runde

ProSieben profitiert von der aufgeheizten öffentlichen Debatte. Die Quoten von „Das große Promi-Büßen“ schnellen jedes Mal nach oben, wenn polarisierende Gäste wie Dahlmann und Jones für Zündstoff sorgen. Die Redaktion nutzt den Hype geschickt für den nächsten Cliffhanger.

Und Dahlmann? Der provoziert weiter über seine Social-Media-Kanäle – möglicherweise als Bewerbung auf die nächste Reality-Runde. Dem Zoff um Homophobie und Diversity im Fernsehen wird das wenig helfen. Doch immerhin: Die Debatte ist entfacht, und prominente Stimmen wie Olivia Jones geben nicht klein bei.

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