Daveigh Chase ist tot Gerichtsmedizin bestätigt Tod als Folge einer Aids-Erkrankung
Die US-Schauspielerin Daveigh Chase, bekannt aus Filmen wie „Donnie Darko“ und „The Ring“ sowie als Synchronsprecherin in „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Lilo & Stitch“, ist an den Folgen einer Aids-Erkrankung gestorben. Das teilte das Büro des Gerichtsmediziners von Los Angeles County jetzt mit. Chase starb bereits am 16. Juni im Alter von 35 Jahren.
Das Wichtigste im Überblick
- Der Gerichtsmediziner von Los Angeles nennt Aids-Komplikationen als Todesursache von Daveigh Chase.
- Die Schauspielerin starb am 16. Juni im Alter von 35 Jahren.
- Als wesentliche Begleiterkrankung wird chronischer Mehrfachdrogenkonsum aufgeführt.
- Ihr Vater hatte zuvor von einer bakteriellen Hirnhautentzündung und einer Blutvergiftung als unmittelbaren Todesursachen berichtet.
- Chase war vor ihrem Tod obdachlos und hatte sich bereits 2016 aus dem Schauspielgeschäft zurückgezogen.
Aids und Drogenmissbrauch
Als Haupttodesursache nennt der Gerichtsmediziner Aids. Als „wesentliche Begleiterkrankung“ wird zudem chronischer Polysubstanzgebrauch aufgeführt, also der Konsum mehrerer verschiedener Drogen innerhalb kurzer Zeit. Chases Vater John David Schwallier hatte der New York Times zuvor gesagt, seine Tochter sei im Krankenhaus an einer bakteriellen Hirnhautentzündung und einer Blutvergiftung gestorben. Ihr Lebensgefährte Roy Hernandez bestätigte gegenüber TMZ, dass sie an einer Sepsis gelitten habe. Diese unmittelbaren Todesursachen stehen nicht im Widerspruch zu einer Aids-Diagnose, da die Virusinfektion ein stark geschwächtes Immunsystem zur Folge haben kann und dadurch schwere Infektionen begünstigt.
Nach Angaben ihres Vaters war Chase vor ihrem Tod obdachlos. Außerdem erklärte Schwallier, seine Tochter habe bereits seit ihrem 13. Lebensjahr Drogen konsumiert. Seit ihrem 19. Lebensjahr hätten sie keinen Kontakt mehr gehabt. HIV und Obdachlosigkeit stehen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in einem wechselseitigen Zusammenhang. Obdachlosigkeit gilt als bedeutender Risikofaktor für eine HIV-Infektion. Gleichzeitig erhöht eine HIV-Erkrankung das Risiko, wohnungslos zu werden. Menschen ohne festen Wohnsitz, die mit HIV leben, haben zudem häufig schlechtere gesundheitliche Aussichten als Betroffene mit gesichertem Wohnraum.
Höhenflug und tiefer Fall
Chase hatte ihre Schauspielkarriere 2016 beendet. Im Jahr 2017 wurde ihr vorgeworfen, in einem gestohlenen BMW mitgefahren zu sein. Ein Jahr später wurde sie wegen des Besitzes einer illegalen Substanz angeklagt. Die Schauspielerin wurde 1990 in Las Vegas geboren. Wenige Wochen nach ihrer Geburt zog ihre Familie nach Albany im Bundesstaat Oregon. Sie wurde zu Hause unterrichtet und gewann im Alter von sechs Jahren den Schönheitswettbewerb „Little Miss Oregon“, berichtet die New York Times. Schnell stieg sie zum gefragten Kinderstar aus und spielte in zahlreichen bekannten TV-Produktionen „Sabrina – Total Verhext!“, „Charmed – Zauberhafte Hexen“, „Emergency Room“ oder auch „Cold Case“ und „CSI“ mit. Mehrfach wurde sie auch mit Preisen ausgezeichnet, darunter 2003 der MTV Movie Award.
Kurz vor ihrem Tod hatte ihr Freund Hernandez eine GoFundMe-Spendenkampagne eingerichtet. Darin beschrieb er Chase als jemanden mit einer „schwierigen Kindheit“ und einem „schmerzhaften Bruch mit ihrer Familie“ und betonte zudem: „Als wir uns kennenlernten, versprach ich ihr, sie zu beschützen und ihr die Liebe und Geborgenheit zu geben, die sie verdient hat. Gemeinsam fanden wir Momente des Glücks und der Hoffnung.“ Weiter berichtete er über Chases Diagnose einer Hirnhautentzündung und schrieb, Ärzte hätten ihr gesagt, sie habe „nicht mehr viel Zeit“. Abschließend betonte Hernandez: „Jetzt möchte ich ihr mehr denn je dieses Gefühl von Zuhause und Frieden in ihren letzten Tagen schenken.“